Geschichte

Geschichte des Fachverbands Judaistik/Jüdische Studien in Deutschland e.V.

Der Fachverband Judaistik/Jüdische Studien wurde unter dem Namen „Verband der Judaisten in der Bundesrepublik Deutschland e.V.” im Jahre 1974 von Arnold Goldberg in Frankfurt gegründet. Arnold Goldberg hatte seit 1970 die Professur für Judaistik an der Frankfurter Goethe-Universität inne und strebte mit der Gründung eines solchen Zusammenschlusses die Konsolidierung der Judaistik in Deutschland auf der Ebene eines beruflichen Fachverbandes an. In dieser Form sollte das Eintreten für die Interessen und Belange der Judaistik im deutschsprachigen Raum institutionalisiert werden. Der Verband gab sich eine Satzung (17.02.1974) und wurde im Januar 1975 unter dem Aktenzeichen VR 6627 ins Vereinsregister eingetragen. Arnold Goldberg fungierte sechs Jahre lang als erster Vorsitzender des Verbandes. Eines der ersten Projekte war die Initiierung eines Protestschreibens gegen die UN-Resolution 3379, in der Zionismus als Form des Rassismus festgeschrieben werden sollte.

Ein wesentlicher und wiederkehrender Gegenstand der Diskussionen in den Mitgliederversammlungen waren Fragen des Curriculums sowie die Zuordnungen des Faches zu sehr unterschiedlichen Fakultäten (Theologie, Kulturwissenschaften, Philologie). In den 90er Jahren wurde die Arbeit von der Wiedervereinigung und der Eingliederung neu gegründeter Lehrstühle (Potsdam, Halle, Erfurt) und Fächerverbünde in den neuen Bundesländern geprägt. Im Jahre 2010 erfolgte die Umbenennung des Verbands in „Verband der Judaisten in Deutschland e.V.” Seit 2021 nennt sich der Verband „Fachverband Judaistik/Jüdische Studien in Deutschland e.V.“.

Vorsitzende

  • Arnold Goldberg (1974-1978,1982-1983)
  • Peter Schäfer (1983-1985)
  • Felix Böhl (1985-1989)
  • Michael Brocke (1990-1995)
  • Margarete Schlüter (1996-1998, 2005-2008)
  • Stefan Rohrbacher (1999-2004)
  • Giuseppe Veltri (2009-2018)
  • Ronny Vollandt (seit 2018)