Am 11. September 2013 wurde Prof. Dr. Peter Schäfer für seine herausragende Rolle in der deutschen Judaistik die Ehrenmitgliedschaft des Fachverbandes verliehen. Prof. Schäfer war von 1983 bis 1985 Vorsitzender des Verbandes. Nach einem Jahrzehnt am Martin-Buber-Institut der Universität zu Köln (1974–1983) wirkte er bis 1998 als Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Judaistik der Freien Universität in Berlin. Während dieser Zeit prägte er die deutsche und internationale judaistische Wissenschaftslandschaft durch innovative und wegweisende Forschungsprojekte. 1994 wurde ihm der Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft verliehen.
Nach Forschungsaufenthalten am Institute for Advanced Studies in Princeton (1992–1996) wurde er 1998 als Ronald O. Perelman Professor of Jewish Studies an die Princeton University berufen. 2007 erhielt er den Mellon Award für seine herausragenden Forschungen zum antiken und mittelalterlichen Judentum. 2013 kehrte er nach Berlin zurück, wo er bis 2019 die Leitung des Jüdischen Museums übernahm. 2021 wurde er in den Orden Pour le Mérite aufgenommen. Im Mai 2026 erhielt er ein Ehrendoktorat des Jewish Theological Seminars in New York: http://judaistik.eu/verleihung-der-ehrendoktorwuerde-an-prof-dr-peter-schaefer. Prof. Schäfer hat mit seiner Tätigkeit maßgeblich zur Wiederbelebung der Tradition jüdischer Studien in Deutschland beigetragen. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht und gehört zu den bedeutendsten Judaisten unserer Zeit.
