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VJD Newsletter
(1-4-2019) |
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Nachruf
Prof. Dr. Johann Maier
Am 20.03.2019 verstarb Professor Johann Maier, geboren am 17.05.1933 in Arriach in Kärnten Österreich. Maier gehörte zur Gründergeneration der Judaistik in Österreich und in der Bundesrepublik
Deutschland. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie und einer ersten Promotion 1958 studierte er bei Kurt Schubert in Wien. 1963 wurde er mit einer Arbeit, die später in zwei Teilen erschien,
habilitiert: Vom Kultus zur Gnosis. Studien zur Vor- und Frühgeschichte der jüdischen Gnosis. Bundeslade, Gottesthron und Märkābāh (= Kairos. Religionswissenschaftliche Studien 1), 1964 und Das
altisraelitische Ladeheiligtum (BZAW 93), 1965. Nach kurzer Zeit an der FU-Berlin, wurde er 1966 an das neu gegründete Martin-Buber Instituts für Judaistik an die Universität Köln berufen. Bis zu
seiner Emeritierung 1996 bildete er mehrere Generationen von Judaistinnen und Judaisten aus. Im Anschluss an seinen Lehrer Schubert verfasste er deutsche Übersetzungen der neu entdeckten Qumran-Texte
(1960, 1973, und noch einmal 1995) und erschloss damit dieses für das Verständnis des antiken Judentums und frühen Christentums wichtige Schrifttum für eine breitere Leserschaft. Viel beachtet wurde
seine Bearbeitung der Tempelrolle vom Toten Meer (1978, engl. 1983, überarbeitet 1997). Die von ihm verfassten Überblicksdarstellungen wie die Geschichte der jüdischen Religion (1972, überarbeitet
1992) und Die Kabbalah (1995) boten – auch ins Italienische übersetzt – vielen Studierenden einen ersten Zugang zu judaistischem Wissen. Einzelne Studien, etwa seine Untersuchungen zu Jesus und dem
frühen Christentum in Talmud und Midrasch, wurden zum Teil kontrovers aufgenommen, regten die Diskussion aber bis in die Gegenwart an. Bereits im Ruhestand schloss er neue Buchprojekte ab, darunter
weitere Hand- und Lehrbücher wie z. B. Judentum von A bis Z (2001). Noch für dieses Jahr ist das Erscheinen eines Hebräisch-aramäische(n) Glossar(s) zum jüdischen Recht in der Antike angekündigt. Die
Entwicklung der universitären Disziplin Judaistik in Deutschland nach der Shoa wurde von Maier mitgeprägt.
Andreas Lehnardt |
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Nachruf -
Helga Hüttenmüller
Stefan Siebers hat uns mitgeteilt dass, "dass unser früheres Verbandsmitglied und unsere alte Freundin Helga Hüttenmüller am 21.1.19 in Berlin gestorben und in Weissensee begraben
ist." |
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Biblische
Archäologie an der Universität Potsdam
Einzigartig in Europa bietet die School of Jewish Theology seit dem Wintersemester 2018/19 den Studiengang Jüdische Theologie mit dem Schwerpunkt Biblische Archäologie an. Er bewegt sich an der
Schnittstelle von Archäologie und Theologie. Gegenstand ist die Erforschung des kulturellen Erbes in Israel und seinen Nachbarländern:antike Artefakte von der Bronzezeit bis in die Spätantike werden
in den Kontext zeitgenössischer Textüberlieferung (biblische und außerbiblische Schriften, Textmaterial u. a. aus Mesopotamien und Ägypten) gestellt. Das Schwerpunktstudium vermittelt einen Überblick
über die Verbreitung von archäologischen Objekten in relativer oder absoluter chronologischer Einordnung und stellte diese in Bezug zu antikem Textmaterial. So soll der sozio-historische Kontext der
jeweiligen Epoche möglichst umfassend beleuchtet werden. Das Curriculum beinhaltet eine Vielzahl praktischer Lehreinheiten: Neben Exkursionen, Museumsbesuchen und Blockseminaren zu
naturwissenschaftlichen Analysetechniken bei kooperierenden Instituten ist auch die Teilnahme an einer Lehrgrabung in Israel vorgesehen.
Mehr Informationen:
https://www.juedischetheologie-unipotsdam.de/de/lehrstuehle/biblische-archaeologie.html |
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Ulpan
Scholarships now available for Summer 2019
Deadline: 15.04.2019
Ulpan Scholarships, funded by
the Rothschild Foundation Hanadiv Europe, are now available through the World Union for Jewish Studies. These scholarships are intended for European graduate students and early career
researchers of Jewish Studies to undertake Hebrew language intensives in Israel during the Summer of 2019.
Applicants may apply for study at any of the Summer Ulpan programmes offered by the following universities:
Scholarships are for up to 1500 GBP and can be used toward tuition and housing costs and, in cases where housing is not required, the remainder of the grant may be used towards travel costs in
cooperation with partner travel agencies.
Deadline for 2019 summer language programme grants: April 15, 2019.
For full details, and to apply, please visit the WUJS website. |
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Call for Papers - Braunschweig
Deadline: 30.04.
Die Malerin, Kunsthändlerin und –sammlerin Galka Scheyer, geboren 1889 als
Emilie Esther Scheyer, stammte aus einer Braunschweiger Unternehmerfamilie, der die seinerzeit größte Konservenfabrik der Stadt gehörte. Für ein jüdisches Mädchen aus gutbürgerlichem Haus ist ihre
Biographie überraschend. Ihr Weg führte sie bis in die USA, wo sie seit 1924 lebte und 1945 in Hollywood starb. Eine allgemeine Bekanntschaft erlangte sie nicht, wohl aber die „Blaue Vier“, die
sie gemeinsam mit vier anerkannten Künstlern des Weimarer Bauhauses gründete: Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger und Alexej von Jawlensky.
Anfangs hatte Emilie Scheyer eigene künstlerische Ambitionen. Im Alter von 16 Jahren hatte sie Deutschland verlassen, um in England, Frankreich, Belgien und der Schweiz Malerei, Bildhauerei und Musik
zu studieren. In der Schweiz lernte sie 1916 Jawlensky kennen und beschloss, nicht mehr selbst künstlerisch tätig zu sein, sondern ihre Energie der Vermittlung und dem Verkauf seiner Werke zu widmen.
Mit der Gründung der Künstlergruppe „Blaue Vier“ im Jahre 1924 wurde sie zur offiziellen Kunsthändlerin der „vier blauen Könige“, wie sie selbst „ihre“ Künstler nannte. Sie organisierte zahlreiche
Ausstellungen und Lichtbildvorträge, unternahm Reisen durch Europa, die USA und Asien.
Mit einer internationalen Tagung wollen die Bet Tfila – Forschungsstelle für
jüdische Architektur und das Städtische Museum Braunschweig in Kooperation mit der Stadt Braunschweig diese bedeutende Tochter der Stadt in den Blickpunkt nehmen. Trotz der großen Bedeutung der von
ihr vertretenen Künstler in der Kunstgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts sind die Person und das Vermächtnis von Galka Scheyer in vielen Aspekten bis heute kaum erforscht. Die Tagung will daher
zur Diskussion des Wirkens von Galka Scheyer einladen. Diskussionsansätze können die biographischen Hintergründe ihres familiären und sozialen Umfelds, ihr Engagement für ihre Künstlergruppe und
andere Themen sein. Ihr Bezug zum Bauhaus und seinen Künstlern ist im Jahr des 100. Geburtstags des Bauhauses von besonderem Interesse. Aber auch ihr eigenes Schaffen als Künstlerin soll neu in den
Blick genommen werden.
Mögliche Themenbereiche sind:
- Wer war Galka Scheyer? Familie und Freundschaften
- Jüdische Künstler im frühen 20. Jahrhundert und ihre Netzwerke
- Galka Scheyer und das Bauhaus
- Die Blaue Vier
- Zwischen Europa und den USA ‐ Galka Scheyer auf Reisen
- Galka Scheyer in Hollywood
- Jüdische Kunstsammler, Galerien etc. im frühen 20. Jh.
Die Tagung wird in Braunschweig vom 26. bis 28. November 2019 stattfinden.
Mit diesem internationalen Call for Papers für 20minütige Vorträge wollen die
Veranstalter ausdrücklich auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‐wissenschaftlern ansprechen. Eine zeitnahe Publikation wesentlicher Ergebnisse der Tagung (Papers und ggf. Posters) ist geplant. Die
Konferenzsprache ist im Wesentlichen Englisch.
In welcher Höhe Reise‐ und Übernachtungskosten übernommen werden können, hängt von der Bewilligung entsprechender Förderanträge ab, die gerade gestellt werden.
Papers
Bitte senden Sie ein Abstract (max. 1500 Zeichen) für einen 20minütigen Vortrag und einen Kurz‐CV (max. 500 Zeichen) in englischer Sprache bis zum 30. April 2019 an k.kessler@tu‐bs.de
Konzept und Organisation
Prof. Dr. Alexander von Kienlin, Dr.‐Ing. Katrin Keßler, Bet Tfila – Research Unit for Jewish Architecture (Technische Universität Braunschweig/ Center for Jewish Art, Hebrew University of
Jersualem), Dr. Peter Joch (Städtisches Museum Braunschweig)
Der Kongress wird von der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur
(Braunschweig/ Jerusalem), dem Städtischen Museums Braunschweig und in
Kooperation mit der Stadt Braunschweig organisiert. |
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Call for
Papers - Metz
Deadline: 15.05.2019
We invite paper proposals for the conference "Urtext, Archetype, Fluidity or Textual Convergence, The Quest for the Texts of the Hebrew Bible" (5-7 November, Metz - France), especially from advanced
doctoral students, recent PhDs, and Postdocs, whose work addresses the questions of the conference.
Please refer to the detailed description found at this page:
http://textualplurality.eu/index.php/activities/conference-urtext
Proposal: 1500-2000 words
Deadline: 15th May 2019
Jean-Sebastien Rey, Metz (jean-sebastien.rey@univ-lorraine.fr)
Stefan Schorch, Halle (stefan.schorch@theologie.uni-halle.de) |
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Newsletter des Verbandes der Judaisten in
Deutschland e.V. (http://judaistik.eu)
verantwortlich: Giuseppe Veltri (Vorsitz), Ronny Vollandt (Vorstand), Andreas Lehnardt (Schatzmeister), Saskia Dönitz (Vorstand), Walter Homolka (Vorstand)
IBAN: DE56 6808 0030 0490 2713 00
Redaktion: Dennis Fellhauer (dennis.fellhauer@freenet.de)
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