1. Vorstandswahlen
Bei den Wahlen zum Vorstand des Verbandes am 20.11.2017 in Hamburg wurde Prof. Dr. Giuseppe Veltri (Uni Hamburg) in seinem Amt als 1. Vorsitzender des Verbandes bestätigt. Prof. Dr. Ronny Vollandt (LMU München) wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt, Prof. Dr. Andreas Lehnardt (JGU Mainz) zum Schatzmeister. Dr. Saskia Dönitz (FU Berlin) und Prof. Dr. Walter Homolka (Universität Potsdam) sind zu Beisitzern gewählt worden.
Allen, die an der Mitgliederversammlung und den Wahlen in Hamburg teilgenommen haben, sei herzlich gedankt.
2. Dank
Für die schöne und kollegiale Zusammenarbeit dankt der Vorstand im Namen des gesamten Verbandes den ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstandes: Dr. Mirjam Thulin, Dr. Andreas Brämer und Dr. Nathanael Riemer. Ihre Unterstützung bei den in den vergangenen Jahren getroffenen Entscheidungen war wichtig und stets problemorientiert und -lösend. Wir haben dadurch einiges erreicht, und der Verband verdankt ihrem Mitwirken viel.
Vor allem möchten wir uns bei Dr. Andreas Brämer bedanken, der eine Zeit lang das Amt des Schatzmeisters übernommen hat. Ohne seine Hilfe und sein hartnäckiges Beharren, seine unermüdliche Mitwirkung hätten wir kaum so viele Mitglieder gewinnen und halten können. Er hat den Verband mit aus einer tiefen Krise herausgeholt und ihn wieder zu einer Größe werden lassen, auf der man ihn weiter entwickeln kann. Andreas hat auch das Logo und den Briefkopf des Verbandes mitentwickelt.
Prof. Dr. G. Veltri (1. Vorsitzender)
3. Digital Humanities - zu einer geplanten Tagung des Verbandes in Kooperation mit der DFG
In Vorbereitung einer Tagung des Verbandes zum Thema Digitalisierung der Judaistik bzw. Digital Humanities möchten wir möglichst viele Projekte, die digital judaistische Themen bearbeiten und Inhalte erschließen, sammeln und über unsere Webseite verlinken. In Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde u.a. ein Kriterienkatalog für die Erstellung wissenschaftlicher Texteditionen erstellt (siehe den Link: hier).
Über vergleichbare Kriterien und die Nachhaltigkeit solcher Projekte (Langzeitarchivierung) wird es in der geplanten Veranstaltung gehen. Einige Beispiele für digitale Projekte hat Prof. Hanna Liss (HfJS) zusammengestellt:
- Digital Edition of the Masora Figurata in Ms Vat.ebr.14: http://www.bima.corpusmasoreticum.de
- Galgal. Elements of Creation in Motion: http://www.galgal.de
- The Masora of the Hebrew Bible in its Various Material Properties: http://www.materiale-textkulturen.org/#&panel1-11
- Theology as an Academic Discipline (GRK 1728): http://www.theologie-als-wissenschaft.de
Diese Liste würden wir gern erweitern. Über eine breite Resonanz aus der Judaistik würden wir uns freuen!
The Robert A. and Sandra S. Borns Jewish Studies Program Announces its 2018-2019 Graduate Fellowship Competition For Incoming Students
Review of applicants: 18.01.2018
The Borns Jewish Studies Program offers fellowships for students accepted into a graduate degree program at Indiana University who show clear promise of dedicating themselves seriously to scholarship within one of the core areas of Jewish Studies. Each fellowship provides a stipend starting at $20,000, plus health insurance, and fee remission which can be tied to multi-year packages.
Application Procedure:
Prospective students must apply for admission directly to a graduate degree program (Comparative Literature, History, NELC, Religious Studies, etc., and the Jewish Studies M.A. program) at Indiana University. In order to be considered for a Jewish Studies fellowship, applicants to the IU Graduate School should send a copy of their completed Indiana University application and request that 3 letters of recommendation (in Word) be forwarded to iujsp@indiana.edu. Letters & application can also be mailed to: Professor Sarah Imhoff, Director of Graduate Studies; Borns Jewish Studies Program; Indiana University; Global & International Studies Building; 355 N. Jordan Avenue 4-East; Bloomington, IN 47405-1105. Each application will be considered for all relevant fellowship and award opportunities. Review of 2018-2019 applications will begin on Wednesday, January 17, 2018.
For more information, see our web site: http://www.indiana.edu/~jsp/index.shtml
The Borns Jewish Studies Program at IU is an interdepartmental program. Our faculty are housed in various departments - including Comparative Literature, English, Germanic Studies, History, Musicology, Near Eastern Languages & Cultures, Political Science, and Religious Studies - where students pursue master's or doctoral degrees. The Borns JSP offers a Masters of Arts degree in Jewish Studies. Students enrolled in an IUB doctoral program may also pursue a doctoral minor in Jewish Studies.
Leo Baeck Fellowship Programm
Einsendeschluss:01.02.2018
Programmziel
Das internationale Leo Baeck Fellowship Programm richtet sich an Promovierende, die an einer Dissertation im Bereich Geschichte und Kultur des zentraleuropäischen Judentums arbeiten. Projekte aller Epochen, Disziplinen (z.B. Literatur, Philosophie, Geschichte, Musikwissenschaft) und geographischen Räume (z.B. Europa, Amerikas, Israel) sind willkommen, allen gemeinsam ist ein Bezug zum deutschsprachigen Judentum. Neben der finanziellen Unterstützung für ein Jahr bietet das Programm Gelegenheit zu wissenschaftlichem Austausch und Vernetzung. Es ist offen für Promovierende aller Nationalitäten und aller Hochschulen weltweit. Die Fellows verbleiben an ihrer jeweiligen Universität und kommen zu zwei Workshops zusammen, die gemeinsam vom Leo Baeck Institut London und der Studienstiftung des deutschen Volkes organisiert werden.
Bewerbungsvoraussetzungen
- deutlich überdurchschnittlicher Hochschulabschluss
- Ausstellungsdatum des letzten Hochschulabschlusses nicht vor Februar 2015
- Zulassung zur Promotion und Promotionsprojekt im Bereich Geschichte und Kultur des zentraleuropäischen Judentums
- Eine parallele Bewerbung um ein reguläres Promotionsstipendium der Studienstiftung ist nicht möglich
Programmablauf
Für das akademische Jahr 2018/19 werden bis zu zwölf Stipendien vergeben. Die Stipendienlaufzeit beginnt zum Oktober 2018 und endet im September 2019. Regelmäßige Tagungen und ein gemeinsames Intranet unterstützen die Stipendiatinnen und Stipendiaten darin, sich ihre Projekte gegenseitig vorzustellen und sich über Methoden und Ergebnisse der Forschung auszutauschen. Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch. Promovierende, die ihre Dissertation an Universitäten in Deutschland erarbeiten und einreichen werden, können nach dem ersten Jahr eine Verlängerung der Förderdauer beantragen, sofern der Studienstiftung entsprechende Finanzmittel zur Verfügung stehen.
Finanzielle Unterstützung
Fellows erhalten ein Stipendium von 1.350 EUR pro Monat. Dazu kommt in der Regel eine monatliche Forschungskostenpauschale von 100 EUR. Für Forschungs- und Konferenzreisen ins Ausland können zusätzlich Monatszuschläge und Reisekostenzuschüsse beantragt werden. Studiengebühren werden nicht übernommen.
Bewerbung
Eine Bewerbung besteht aus folgenden Unterlagen in deutscher oder englischer Sprache:
- ausgefülltes Bewerbungsformular (download von der Website)
- Motivationsschreiben, in dem das Interesse für die Teilnahme am Programm begründet wird (1 Seite)
- tabellarischer Lebenslauf mit Angaben zu Bildung, außerfachlichen Interessen und Sprachkenntnissen
- Fotokopie des Hochschulabschlusszeugnisses mit Einzelnoten der geprüften Fächer
- Beschreibung des Forschungsprojekts (5 Seiten)
- Zeitplan für das akademische Jahr 2018/19 einschließlich eventueller Forschungsreisen
- Empfehlungsschreiben des Betreuers/der Betreuerin der Promotion
- zweites Empfehlungsschreiben
Bewerbungsschluss ist der 1. Februar 2018.
Wir nehmen Bewerbungen auf dem Postweg oder per E-Mail (möglichst ein einziges pdf- Dokument einschließlich der beiden Empfehlungsschreiben) entgegen. Nur vollständige Bewerbungsunterlagen werden berücksichtigt. Vielversprechende Kandidaten und Kandidatinnen werden im April 2018 zu einem Vorstellungsgespräch nach Frankfurt eingeladen.
Ansprechpartner
Dr Guy Tourlamain
Telefon 0228 82096-282
Sekretariat
Studienstiftung des deutschen Volkes
Christine Schade
Ahrstraße 41
53175 Bonn
Telefon 0228 82096-281
Evening Lecture - The Reception of Biblical Women and Gender in Rabbinic Literature - Prof. Dr. Tal Ilan
Das Institut für Judaistik der Freien Universität Berlin lädt Sie herzlich zur Evening Lecture von Frau Prof. Dr. Tal Ilan am 4ten Dezember 2017 ein.
Im Zuge der internationalen Konferenz, welche vom 4-5 Dezember in der Topoi Villa stattfinden wird, wird Prof. Dr. Ilan einen Abendvortrag in der Holzlaube halten.
When: Monday, December 4th 18:30
Where: Room 2.2058 (Holzlaube), Fabeckstraße 23-25, 14195 Berlin
Topic: Woman Citing Scripture in Rabbinic Literature
Das vollständige Programm finden Sie hier
Internationale Konferenz, 200 Jahre Hamburger Israelitischer Tempel: Perspektiven auf die religiöse Pluralisierung der Juden, 10.12. - 11.12.2017, Hamburg
Programm
Sonntag, 10. Dezember
9.30 Uhr: Registrierung
10.00 Uhr: Grußworte
Andreas Brämer (IGdJ, Hamburg)
Walter Homolka (AGK, Potsdam)
10.30 Uhr: Eröffnungsvortrag Michael Meyer: 200 Jahre Reformbewegung im Judentum. Grundzüge einer dynamischen Entwicklung (Moderation: Andreas Brämer, Hamburg)
11.30 Uhr: Kaffepause
11.45 Uhr: Panel 1 Der Tempel in nationaler und internationaler Perspektive (Moderation: Judith Frishman, Leiden)
Andreas Brämer (Hamburg): Zur Geschichte des Hamburger Israelitischen Tempels (1817-1938)
Carsten Wilke (Budapest): Ungarische Kämpfer im Tempelstreit
Klaus Hermann (Berlin): Der Hamburger Reformtempel und die Prayerbook Reform in Europe
13.15 Uhr: Mittagspause
15.00 Uhr: Panel 2 Neue Wege - Auslegungen des progressiven Judentums (Klaus Herrmann, Ber-lin)
Andreas Gotzmann (Erfurt): Religionsgesetz, Wissenschaft, Philosophie? Das deutsche Reformjudentum und seine Deutungsmodelle jüdischer Religion
Yael Kupferberg (Potsdam): Reform und Gender im 19. Jahrhundert - Wege der neuen jüdischen Frau
Markus Krah (Potsdam): Verpflanzt oder lokal gewachsen? Hamburg (1817), Charleston (1825) und jüdische Reformen in Deutschland und Amerika
Christian Wiese (Frankfurt am Main): Radikales Reformjudentum in Deutschland und Amerika: Transnationale Perspektiven
Montag , 11. Dezember
9.00 Uhr: Gedenken Poolstraße (Bustransport vom Hotel und zum Tagungsort
10.00 Uhr: Panel 3: Kultus und Synagoge (Moderation Miriam Rürup, Hamburg)
Ulrich Knufinke (Hamburg/Braunschweig): Die Synagogen der Reformbewegung im Kontext der "Konfessionalisierung" der Sakralarchitektur im 19. Jahrhundert
Sarah M. Roß (Hannover): Wendepunkte der synagogalen Musik: Das Reformjudentum und seine musikalischen Erneuerer
Michael Hilton (London): 200 Years of Bat Mitzvah, 1817 - 2017
13.00 Uhr: Panel 4: Das 21. Jahrhundert - Zeitgenössische Perspektiven und Schlussdiskussion (Moderation Michael A. Meyer, Cincinnati)
Judith Frishman (Leiden): Samuel Hirsch´s Religious Reforms and their Relevance Today
Hartmut Bomhoff (Potsdam): Tradition und Erneuerung: von der Nachkriegszeit bis heute
Edward van Voolen (Potsdam): Das Progressive Rabbinat heute
Ende voraussichtlich gegen 15.00 Uhr
Tagungsort
Warburg-Haus
Heilwigstr. 116
20249 Hamburg
Building from Ashes: Jews in Postwar Europe (1945-1950), 03.12. - 05.12.2017, Frankfurt
International conference 3. - 5. December, a cooperation with the Simon Dubnow Institute Leipzig, the Seminar für Judaistik at the Goethe University Frankfurt am Main and the Fritz Bauer Institute. Supported by the European Association for Jewish Studies, the Sparkassen-Kulturstiftung and the Nassauische Sparkasse.
In the immediate postwar years, Europe faced the aftermath of genocide, extreme violence, and mass displacement that had produced millions of refugees, poverty and hunger. In the midst of this "savage continent" Jews found themselves in diverse situations, having endured varied wartime experiences: some had survived the ghettos and concentration camps, some were refugees returning from emigration or a harsh shelter in the Soviet Union, or from hiding places or partisan encampments, others entered central Europe as part of the Allied Military Forces. In the midst of ruins, poverty and destruction surviving Jews sought to find places that felt secure, whether in their former homelands or under Allied protection. Many became Displaced Persons who organized their survival as well as their emigration with the help of diverse military and social organizations. At the same time, they were building new communities and attempting to sustain Jewish life and traditions in Europe.
"Building from Ashes" will examine the complex situation of Jews in the years 1945-50 in a comprehensive European perspective.
The International Conference takes place in the Renate von Metzler Saal (Room 1.801), Casino, Campus Westend, Goethe Universität in English, and is open to the public. Find the complete program here
Landjuden im Rheinland, 04.12.2017, Köln
Der Landschaftsverband Rheinland / LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen veranstaltet in Kooperation mit dem S.L. Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen am 4.12.2017 in Köln die Tagung
Landjuden im Rheinland.
Schon im Mittelalter gab es in Deutschland kleine jüdische Siedlungen auf dem Land- gerade auch in den Regionen am Rhein. Als im 15. und 16. Jahrhundert die jüdische Minderheit aus fast allen Städten vertrieben wurde, ließen sich viele Juden in ländliche Gebieten nieder.
Über vier Jahrhunderte, bis in das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts, war das Leben in Dör-fern und Kleinstädten für die Jüdinnen und Juden im Rheinland der Normalfall ihrer Existenz. Noch bis zur Vernichtung jüdischen Lebens im Holocaust lebten in vielen kleinen rheinischen Orten jüdische Familien, pflegten ihre Traditionen und Institutionen und gingen traditions-reichen Berufen wie dem Viehhandel und dem Metzgerhandwerk nach.
Die Erforschung des Landjudentums im Rheinland wurde nach 1945 lange vernachlässigt. Inzwischen gibt es zwar viele zumeist lokalhistorisch orientierte Publikationen zu Gemeinden, Familien und Aspekten jüdischen Lebens auf dem Land. Doch immer noch fehlen Über-blickswerke über unsere Region, und erst in den letzten Jahren sind erste Forschungen er-schienen, die die Geschichte der Landjuden im Rheinland vergleichend mit anderen Regio-nen betrachten.
Die Tagung stellt interessante neue Studien über Landjuden im Rheinland vor - und solche, die Fragestellungen behandeln, die auch für das Rheinland relevant sind. Wir hoffen auf An-regungen für spannende Diskussionen und zukünftige Forschungen.
Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier hier
Die Tagung wird aus Mitteln der regionalen Kulturförderung des LVR gefördert. Die Teilnahe ist kostenfrei.
Kontakt:
Monika Grübel M.A.: monika.gruebel@lvr.de
Dr. Ursula Reuter: reuter@steinheim-institut.org
Vortrag von Dr. Roee Goldshmidt am 13.12.17 in Frankfurt am Main
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir herzlich zum Vortrag von Dr. Roee Goldshmidt (LOEWE Fellow / Ben Gurion University of the Negev) "The Last Kabbalist of Frankfurt" einladen.
Der Vortrag findet
am Mittwoch, dem 13.12.17 um 18 Uhr c.t.
im Seminarraum der Judaistik, Jur 463, Juridicum, 4. Stock, Campus Bockenheim statt.
Leben am Ende der Zeiten. Wissen, Praktiken und Zeitvorstellungen der Apokalypse, 06.04. - 07.04.2018, Berlin
Einsendeschluss: 01.12.2017
Am Anfang war Johannes auf Patmos. Dort empfing er den Text, der die Bibel schließen und gleichsam auf ihre Anfänge, die symmetrische Achse zwischen Allschöpfung der Heiligen Schrift und Neuschöpfung des Menschen in Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi beschließen sollte. Das Bild verbleibt - auf Altären, Gemälden und Flugschriften, sinkt hinab in die Schützengräben des I. Weltkriegs, wird vergessen und flammt jüngst wieder auf, wenn in den Trümmerwolken des 11. Septembers die Fratze des Antichristen gewahr zu werden scheint. Immer ist es diese Offenbarung von der Zeit und ihrem Wesen, die Apokalypse, die ein zumeist abendländisch genanntes Denken auf seine Konturen verweist; ein Denksystem, das Überall dort sichtbar wird, wo Menschen der Zeit nachsinnen, wo sie sich von der Erkenntnis des Endes ein Wissen der Gegenwart versprechen. Denn nur vom Ende her können Geschichte und Gegenwart verständlich werden. Zu verstehen, was die Apokalypse als Denksystem bedeutet, wie sie ihrem Wesen und ihren Wirkungen nach Wissen, Praktiken und Zeitvorstellungen von Menschen formte und weiter formt, ist das Ziel dieses Symposiums; ein Anspruch, der gleichsam alle Disziplinen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, wie auch alle Epochen seit dem Entstehen apokalyptischen Denkens in der europäischen Spätantike berührt.
Im Rahmen des Symposiums sind Student*innen und Doktorand*innen aller Fächer aufgerufen, Beiträge zum Thema vorzustellen und der kritischen Diskussion eines interessierten Publikums zu überantworten. Vorschläge für 15-minütige Vorträge richten Sie bitte in Form eines Exposés (max. 300 Wörter) mit einer biographischen Notiz bis zum 01. Dezember 2017 als PDF an info@ende-der-zeiten.de.
Beiträge können in deutscher und englischer Sprache eingereicht, Kosten für Anreise und Unterkunft leider nicht übernommen werden; es besteht allerdings eine den begrenzten Kapazitäten entsprechende Möglichkeit zur Vermittlung privater Unterkünfte durch die Veranstalter. Ferner steht mit Voranmeldung eine Kinderbetreuung zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Symposium finden Sie unter: www.ende-der-zeiten.de
Jewish Architects - Jewish Architecture?, 06.11. - 08.11.2018, Hamburg
Deadline: 29.01.2018
The international congress "Jewish Architects - Jewish Architecture?" aims to re-examine the biographies of Jewish architects from the 19th century up to the present day from an international perspective. It will deal with the question whether and to which degree Jewish self-definition and the perception of "Jewishness" by a non-Jewish environment has influenced and still influences the life and works of Jewish architects all over the world. During the last decades, multifaceted research on Jewish architects has been conducted, however focusing primarily either on certain persons and their oeuvre or on limited regions. The conference emphasizes the need to provide a more extensive view, drawing comparisons between different times and regions - from the late 18 th century to present days, in Europe, America, Israel and other countries. A new focus will be set on biographic networks, on the cultural and economic preconditions for Jews in the professional field of architecture, and on the role of Jewish women-architects. This will also lead to the question of defining "Jewishness" in architecture as based on respective contemporary perspectives. The congress intends to examine the subject in different methodological ways. Architectural and art historians are invited as are historians and scholars from other fields to contribute to the debate, herewith developing new and trans-disciplinary approaches to Jewish culture and history.
The eight panels of the conference will address the following topics:
1) Discovering a New Professional Field: Jews and Architecture before 1900
2) Jews Studying Architecture: Schools, Teachers, and Networks
3) Jewish Architects, Their Non-Jewish Colleagues, and Their Contractors: Partnership and/or Competition?
4) Jewish Women as Architects: a Multiple Emancipation - a Double Exclusion?
5) Jewish Architects in Migration: Transfers and Transformations of Architectural Ideas
6) Jewish Architects: Zionism, Palestine, and Israel
7) "Jewish" Architects? Self-Definitions of "Jewishness"
8) In Search of a "Contemporary" Jewish Architecture?
The conference is embedded in a research project of the Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg: "Jewish Ways to Architecture", funded by the German Research Council (DFG). It will be the Fourth International Congress on Jewish Architecture, following three congresses organized by the Bet Tfila - Research Unit for Jewish Architecture in Braunschweig with its partners in 2007, 2014, and 2016. This call asks for papers for talks (15 minutes) and for posters for a posters-section. It is also open for young researchers who want to present their ongoing research projects. The members of an international and interdisciplinary academic board and the organizers will decide on the acceptance of the papers and the posters. The conference language is English.
The publication of selected papers and posters is scheduled for 2019. Provisions to refund travel expenses will depend on the approval of running applications. The congress is organized by the Bet Tfila - Research Unit for Jewish Architecture, Braunschweig/Jerusalem (Prof. Dr. Alexander von Kienlin, Dr.-Ing. Katrin Keßler, Dr. Vladimir Levin) and the Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg (PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke, Dr. Miriam Rürup, PD Dr. Andreas Brämer). Academic Board: Dr. Eleonora Bergman, Warsaw, Prof. Dr. Ita Heinze-Greenberg, Zurich, Prof. Dr. Rudolf Klein, Budapest, Prof. Dr. Carol Herselle Krinsky, New York, Dr. Vladimir Levin, Jerusalem, Dr. Sylvia Necker, Munich, PD Dr. Martin Papenbrock, Karlsruhe, Prof. Dr. Regina Stephan, Mainz
Papers and posters
Please, send an abstract of up to 1.500 characters for a lecture of 15 minutes and a short-CV of up to 500 characters in English to the following addresses until January, 29th, 2018:
Please, send a poster (PDF-file, 5 MB max.) for the poster presentation in English to the following addresses until August, 31st, 2018:
Stephan M. Probst (Hg.): Die Begleitung Kranker und Sterbender im Judentum. Bikkur Cholim, jüdische Seelsorge und das jüdische Verständnis von Medizin und Pflege.
Schwer kranke und sterbende Menschen benötigen nicht nur eine gute medizinische Behandlung, sie brauchen auch eine multiprofessionelle psychosoziale, spirituelle und seelsorgerische Begleitung. Viel zu oft übersieht unsere hochtechnisierte und ökonomisierte Medizin den individuellen Menschen und reduziert das Kranksein auf das Nichtfunktionieren eines Organs oder Organsystems. Daneben erleben wir ein antisolidarisches Klima gesellschaftlicher Kälte, in dem alte, kranke und hinfällige Menschen zunehmend als Last empfunden und an den Rand gedrängt werden.
Die jahrhundertealte Tradition des Bikkur Cholim als "nichtärztliche psychosoziale Begleitung", aber auch das traditionelle jüdische Verständnis von Medizin und Pflege zeigen, wie den genannten Fehlentwicklungen begegnet werden kann.
In diesem Band setzen sich Experten verschiedenster Fachdisziplinen vor dem Hintergrund unserer modernen Lebenswirklichkeit mit religiösen, psychologischen, sozialen, medizinischen, spirituellen, ethischen und palliativmedizinischen Aspekten der Begleitung kranker und sterbender Menschen aus jüdischer Sicht auseinander. Sie zeigen, warum Bikkur Cholim gerade in unserer Zeit so wichtig und wertvoll ist.
ISBN: 978-3-95565-213-5
Preis: 19,90 Euro