1-11-2017

VJD Newsletter
(1-11-2017)

 

 

 


Stellenausschreibung


Geschäftsführerin beziehungsweise Geschäftsführer
Einsendeschluss:

Bei der GERMANIA JUDAICA, Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums e.V., ist ab sofort eine Stelle als

Geschäftsführerin beziehungsweise Geschäftsführer

zu besetzen.

Die GERMANIA JUDAICA ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums ab der Frühen Neuzeit. Sie wurde 1959 auf Initiative Kölner Bürger als eingetragener Verein gegründet. Heute besitzt sie mit etwa 90.000 Bänden zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums die größte Sammlung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa. Ihre Hauptsammelgebiete sind: Geschichte des deutschsprachigen Judentums vom 17. Jahrhundert bis heute - Antisemitismus - Zionismus und Israel - Darstellung der Juden in der Literatur.

Seit Januar 2006 wird der Verein GERMANIA JUDAICA allein von der Stadt Köln gefördert. Die Bibliothek wird aber weiterhin auch getragen durch private Spenden und durch die Beiträge ihrer Mitglieder.

Seit Aufnahme der GERMANIA JUDAICA in das Gebäude der Zentralbibliothek der Stadt Köln 1979 hat sich ihre Leserzahl vervielfacht. Als wissenschaftliche Spezialbibliothek dient sie ebenso Kölner Lesern und Leserinnen sowie Forschern und Forscherinnen aus dem In- und Ausland.

DAS AUFGABENGEBIET UMFASST IM WESENTLICHEN:

- Leitung der Bibliothek GERMANIA JUDAICA

- Arbeitsplanung und Durchführung

- Bestandsaufbau, -erschließung und -pflege

- Repräsentation und Vertretung der GERMANIA JUDAICA nach außen

- Wissenschaftliche Beratung und Betreuung der Nutzerinnen und Nutzer

- Engagierte Projekt- und Veranstaltungsarbeit zur Geschichte des deutschen Judentums

WIR ERWARTEN VON IHNEN:

Vorausgesetzt wird:

- Wissenschaftlicher Hochschulabschluss (Master, Magister, Diplom oder gleichwertig)

- Promotion oder gleichwertig

- einschlägiges Studium der Judaistik / Jüdische Studien und idealerweise Geschichte

- Hebräischkenntnisse

- sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

- hohe Kunden- und Serviceorientierung

- mehrjährige Führungserfahrung und Führungskompetenz

Hierüber sollten Sie verfügen:

- eigene thematisch einschlägige Forschungen und / oder Publikationen

- Freude am Umgang mit Kundinnen und Kunden

- zielgruppenorientierte Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit

- Fähigkeit zum konzeptionellen Arbeiten

- sicheren Umgang mit neuen Kommunikationstechnologien sowie Kenntnisse in Datenbank- und Internetrecherche

- Kreativität und Experimentierfreude

- Leistungsbereitschaft, hohe Belastbarkeit und große Flexibilität

- Freude an Teamarbeit

WIR BIETEN IHNEN:

Der Arbeitsvertrag wird mit dem Verein GERMANIA JUDAICA geschlossen. Die Stelle ist analog der Entgeltgruppe 14 Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bewertet. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden. Weitere Auskunft erteilt die 1. Vorsitzende der GERMANIA JUDAICA e.V., Frau Dr. Vogt, unter der Rufnummer 0221/221-26108. Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 01.11.2017 an:

Stadtbibliothek Köln, GERMANIA JUDAICA e.V,

Frau Dr. Vogt, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln

oder an die Mailadresse: gabi.abram@stadt-koeln.de

Aus Kostengründen bitten wir darum, die Unterlagen in Kopie zu übersenden, da diese nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens vernichtet werden.

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Stipendium


The Robert A. and Sandra S. Borns Jewish Studies Program Announces its 2018-2019 Graduate Fellowship Competition For Incoming Students
Review of applicants: 18.01.2018

The Borns Jewish Studies Program offers fellowships for students accepted into a graduate degree program at Indiana University who show clear promise of dedicating themselves seriously to scholarship within one of the core areas of Jewish Studies. Each fellowship provides a stipend starting at $20,000, plus health insurance, and fee remission which can be tied to multi-year packages.

Application Procedure:

Prospective students must apply for admission directly to a graduate degree program (Comparative Literature, History, NELC, Religious Studies, etc., and the Jewish Studies M.A. program) at Indiana University. In order to be considered for a Jewish Studies fellowship, applicants to the IU Graduate School should send a copy of their completed Indiana University application and request that 3 letters of recommendation (in Word) be forwarded to iujsp@indiana.edu. Letters & application can also be mailed to: Professor Sarah Imhoff, Director of Graduate Studies; Borns Jewish Studies Program; Indiana University; Global & International Studies Building; 355 N. Jordan Avenue 4-East; Bloomington, IN 47405-1105. Each application will be considered for all relevant fellowship and award opportunities. Review of 2018-2019 applications will begin on Wednesday, January 17, 2018.

For more information, see our web site: http://www.indiana.edu/~jsp/index.shtml

The Borns Jewish Studies Program at IU is an interdepartmental program. Our faculty are housed in various departments - including Comparative Literature, English, Germanic Studies, History, Musicology, Near Eastern Languages & Cultures, Political Science, and Religious Studies - where students pursue master's or doctoral degrees. The Borns JSP offers a Masters of Arts degree in Jewish Studies. Students enrolled in an IUB doctoral program may also pursue a doctoral minor in Jewish Studies.

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Ankündigung


"Juden und ihre Nachbarn. Wissenschaft des Judentums im Kontext von Diaspora und Migration", 05.11. - 07.11.2017, Frankfurt (Oder)

vom 5. bis 7. November 2017 findet an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) die V. Jahrestagung des Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg zum Thema

"Juden und ihre Nachbarn. Wissenschaft des Judentums im Kontext von Diaspora und Migration"

statt.

Die Konferenz wird mit der Aufführung eines vergessenen jüdischen Komponisten, Hans Weisse, durch das Berolina Ensemble, sowie mit einem Vortrag von Prof. Dan Diner "Ort und Text. Enzyklopädische Formierung jüdischen Wissens heute" am

Sonntag, 5. November, 16.00 Uhr im Logensaal feierlich eröffnet.

Die Konferenz findet am

Montag, 6.11. und Dienstag, 7.11. mit Vorträgen und Diskussionen im Senatssaal ihre Fortsetzung.

Unter Berücksichtigung der aktuell diskutierten Fragen zur Entwicklung der Wissenschaft des Judentums und ihrer Wirkungen in der Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, in Literatur und Kunst bis in die Jüdischen Studien der Gegenwart befasst sich die Tagung mit der Wahrnehmung dieser Entwicklungen aus der Perspektive von Diaspora und Migrationsprozessen in Mittel - und Osteuropa. Dabei sollen die häufig auf prozessuale Vorgänge von Differenzerfahrung gerichteten Begriffe von "Diaspora" und "Migration", mit dem theoretischen Konzept der "Nachbarschaft" für die Untersuchung von Gemeinsamkeiten in den unterschiedlichen Kulturen Mittel und Osteuropas kombiniert werden. Die Suche nach differenten "Ähnlichkeiten" und den normativen Kontexten eines geteilten Alltags und einer gemeinsam gestalteten oder neu erfahrenen Lebenswelt soll den Blick deutlicher auf Parallelen und Analogien in Wissensentwicklung, Kunst und Literatur lenken und diese bisherigen Forschungen zu Differenzerfahrungen und Kulturkonflikt zur Seite stellen. Auf diese Weise sollen schließlich am Beispiel der Entwicklung der Wissenschaft des Judentums und deren weitreichender Wirkungen die vielfältigen Elemente einer gemeinsamen, verflochtenen Geschichte der jüdischen und nicht-jüdischen Kulturen Europas offengelegt werden. Hier finden Sie das Programm: http://www.zentrum-juedische-studien.de/wp-content/uploads/2017/06/Flyer_V.-Jahrestagung-Selma-Stern-Zentrum.pdf

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Call for papers


Leben am Ende der Zeiten. Wissen, Praktiken und Zeitvorstellungen der Apokalypse, 06.04. - 07.04.2018, Berlin
Einsendeschluss: 01.12.2017

Am Anfang war Johannes auf Patmos. Dort empfing er den Text, der die Bibel schließen und gleichsam auf ihre Anfänge, die symmetrische Achse zwischen Allschöpfung der Heiligen Schrift und Neuschöpfung des Menschen in Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi beschließen sollte. Das Bild verbleibt - auf Altären, Gemälden und Flugschriften, sinkt hinab in die Schützengräben des I. Weltkriegs, wird vergessen und flammt jüngst wieder auf, wenn in den Trümmerwolken des 11. Septembers die Fratze des Antichristen gewahr zu werden scheint. Immer ist es diese Offenbarung von der Zeit und ihrem Wesen, die Apokalypse, die ein zumeist abendländisch genanntes Denken auf seine Konturen verweist; ein Denksystem, das Überall dort sichtbar wird, wo Menschen der Zeit nachsinnen, wo sie sich von der Erkenntnis des Endes ein Wissen der Gegenwart versprechen. Denn nur vom Ende her können Geschichte und Gegenwart verständlich werden. Zu verstehen, was die Apokalypse als Denksystem bedeutet, wie sie ihrem Wesen und ihren Wirkungen nach Wissen, Praktiken und Zeitvorstellungen von Menschen formte und weiter formt, ist das Ziel dieses Symposiums; ein Anspruch, der gleichsam alle Disziplinen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, wie auch alle Epochen seit dem Entstehen apokalyptischen Denkens in der europäischen Spätantike berührt.

Im Rahmen des Symposiums sind Student*innen und Doktorand*innen aller Fächer aufgerufen, Beiträge zum Thema vorzustellen und der kritischen Diskussion eines interessierten Publikums zu überantworten. Vorschläge für 15-minütige Vorträge richten Sie bitte in Form eines Exposés (max. 300 Wörter) mit einer biographischen Notiz bis zum 01. Dezember 2017 als PDF an info@ende-der-zeiten.de.

Beiträge können in deutscher und englischer Sprache eingereicht, Kosten für Anreise und Unterkunft leider nicht übernommen werden; es besteht allerdings eine den begrenzten Kapazitäten entsprechende Möglichkeit zur Vermittlung privater Unterkünfte durch die Veranstalter. Ferner steht mit Voranmeldung eine Kinderbetreuung zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Symposium finden Sie unter: www.ende-der-zeiten.de

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Konferenz "Ein Jubiläum ohne Jubilar - 125 Jahre Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens", 12.11. - 14.11.2018, Potsdam
Einsendeschluss: 06.11.2017

"Der C.-V. deutscher Staatsbürger j. Glaubens E. V. wurde 1893 in Berlin gegründet. [...] Der Zweck des C.-V.´s wurde bei seiner Begründung in dem seither unveränderten § 1 der Satzungen folgendermaßen festgelegt: "Der C.-V. deutscher Staatsbürger j. Glaubens E. V. bezweckt, die deutschen Staatsbürger j. Glaubens ohne Unterschied der religiösen und politischen Richtung zu sammeln, um sie in der tatkräftigen Wahrung ihrer staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung sowie in der unbeirrbaren Pflege deutscher Gesinnung zu bestärken." Der. C.-V. lehnt also bei völliger religiöser Unparteilichkeit den j. *Nationalismus ab und sieht die deutschen J. als Angehörige des deutschen Volkes an." Als der Syndikus des Centralvereins Ludwig Holländer 1927 den Eintrag zum Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens für das "Jüdische Lexikon" verfasste, hatte der C. V. sein zehnjähriges und sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum bereits begangen. Das fünfzigjährige konnte der Jubilar nicht mehr feiern, da die größte jüdische Organisation in Deutschland 1938 zwangsaufgelöst wurde.

Der Centralverein war durch seine schnell ansteigende Mitgliederzahl, seine überregionale Verbreitung und seine zeitgenössische Öffentlichkeitswirkung einer der wichtigsten Akteure im jüdischen Leben vor der Shoah. Durch seine politische Arbeit, sein kulturelles Engagement sowie den Kampf gegen Antisemitismus vor Gericht und in der Öffentlichkeit galt er als eine wirkmächtige Stimme von gesamtgesellschaftlicher Relevanz, die die rechtlich schon existierende Gleichberechtigung einforderte und dabei eine selbstbewusste jüdische Identität vertrat.

Umso mehr wundert es, dass der Centralverein im Vergleich mit Forschungen zum Zionismus in der (jüdischen) Geschichtsschreibung bislang unterrepräsentiert blieb. Die ersten Arbeiten, die nach der Shoah erschienen, wurden von emigrierten ehemaligen Mitgliedern verfasst und beschränkten sich oftmals auf eine deskriptive Zusammenfassung der Arbeit des Centralvereins mit einem deutlichen Fokus auf der Abwehr des Antisemitismus. Das mag angesichts der Überhandnehmenden zionistischen Narrative verständlich sein, führte aber dazu, dass die weitere Forschung sich mit dem Centralverein meist nur noch im Kontext der Antisemitismusforschung auseinandersetzte. Eine deutliche Konjunktur wurde durch die Wiederentdeckung des als verschollen bzw. als kriegszerstört gegoltenen C. V.-Archivs in Moskau im Jahr 1990 und durch Avraham Barkais ideengeschichtliche Gesamtdarstellung ""Wehr Dich!" Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (C. V.). 1893- 1938." aus dem Jahre 2002 ausgelöst. So sind in den letzten Jahren einige Arbeiten erschienen, die den Centralverein und seine facettenreichen Tätigkeiten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

Um diese Forschung zu bündeln und dem wachsenden Interesse am Centralverein Rechnung zu tragen, wurde 2017 Centralverein.net - Forschungsnetzwerk zum C.V. (www.centralverein.net) gegründet. Das Online-Netzwerk hat sich die Aufgaben gestellt, zur Forschung über den Centralverein anzuregen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu vernetzen sowie das Wissen um seine Geschichte stärker in der akademischen, musealen und publizistischen Öffentlichkeit zu verankern. Die Konferenz soll ein weiterer Schritt sein, den C. V. als Organisation und seine Aktivitäten differenzierter zu betrachten.Es soll versucht werden, mit unterschiedlichen methodischen und theoretischen Ansätzen die Strukturen, handelnde Personen und Tätigkeiten des Centralvereins darzustellen, nachzuvollziehen und zu analysieren. Hierzu bietet es sich an, den C. V. nicht nur historiographisch, sondern auch mit den Methoden einer historisch arbeitenden Organisationssoziologie in den Blick zu nehmen. Auch wenn der C. V. seinem Namen nach und in seinen regionalen Gruppen durchaus als Verein betrachtet werden kann, kann er als Ganzes doch als Organisation angesehen werden, was Fragen nach dem Zweck, der Mitgliedschaft und den Hierarchien (nach Niklas Luhmann) viel deutlicher - sowohl nach innen wie auch nach außen - stellt. Dabei soll dieser methodische Zugriff keineswegs verengend wirken, sondern vielmehr der Erweiterung anderer Ansätze, wie der Biographieforschung, Frauen- und Geschlechtergeschichte, Diskursanalyse, oder auch kulturwissenschaftlichen Zugängen dienen.


Mögliche Themengebiete könnten sein:

- Ideologische und politische Positionierungen des Centralvereins

- Wie zentral war der Centralverein? Die Rolle des C. V. in der jüdischen und nichtjüdischen Gesellschaft

- Wie zentralistisch war der Centralverein?

- Beziehungsgeschichte: Der C. V. und andere Organisationen

- Der C. V. im europäischen Vergleich: Jüdische Selbstorganisation in anderen Staaten

- Der Centralverein auf dem Lande

- Deutsche Staatsbürger(innen) jüdischen Glaubens: Führungspersönlichkeiten und Mitglieder

- Jugendarbeit im C. V.

- Das Publikationswesen des Centralvereins

- Von schöner Literatur und Kampfschriften: Philo-Verlag und der C. V.

- Der Centralverein in der Emigration

- Aus der Praxis: Die aktuelle Archivsituation

Vortragsvorschläge in anderen Themengebieten sind möglich.

Alle Interessentinnen und Interessenten laden wir dazu ein, bis zum 06. November 2017

Vorschläge für einen Vortrag einzureichen. Auch möchten wir besonders Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem frühen Stadium ihrer Karriere zu einer Bewerbung ermuntern. Pro Vortrag sind 30 Minuten individuelle Präsentationszeit vorgesehen, auf die jeweils eine offene Diskussion im Plenum (15 Minuten) folgt. Bei Interesse senden Sie bitte an die unten angegebene Kontaktadresse ein Exposé des Vortrags (max. 400 Wörter) und einen tabellarischen Lebenslauf (max. 2 Seiten). Eine Veröffentlichung ausgewählter Konferenzbeiträge ist geplant. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

Vorbehaltlich der Finanzierungszusage können Reise- und Unterkunftskosten übernommen werden, sollte die Heimatinstitution dafür keine Mittel zur Verfügung stellen.

Ihre Themenvorschläge und Anfragen richten Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse: info@centralverein.net

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Agents of Cultural Change: Jewish and other Responses to Modernity (ca. 1750-1900), 08.10. - 10.10.2018, Washington
Deadline: 15.11.2017

Everyday language posits a dichotomy between the traditional and the new, but as Eric Hobsbawm and Terence Ranger taught us, ostensible traditions can be modern responses to new challenges. We have to be careful about easy dichotomies that assume the apparently old is really that. Educational, religious, and other cultural practices that appear to merely manifest the old can very well represent innovative adaptations of the traditional in response to new social, cultural, political, and economic challenges. This is the premise of the German-Israeli research project "Innovation through Tradition? Jewish Educational Media and Cultural Transformation in the Face of Modernity" (http://innovation-through-tradition.ghi-dc.org).

Adopting the perspective of this DFG-funded project, our conference starts from the assumption that the history of Ashkenazi Jewry in German-speaking Europe during the 18th and 19th centuries can offer not only new insights into Jewish history but also an exciting point of departure for more general questions about the resilience and coping strategies that groups develop when confronted with deep-reaching, sometimes existence-threatening social change in an increasingly complex world. The conference asks how members of a distinctive socio-cultural system-characterized by a particular set of linguistic practices, cultural meanings, religious practices, and knowledge orders-transformed that system. Further, it seeks to understand how members of this system communicated and translated major changes, how they made them socially relevant and acceptable.

Exploring these questions on the basis of a variety of sources and perspectives, we are particularly interested in processes of cultural translation and knowledge production. Although Jewish history is the point of departure in our research, this conference aims at a broader perspective and will focus on entanglements and comparisons of Jewish and other responses to modernity. Thus, we encourage proposals for papers that address the full sweep of the modern religio-cultural landscape-especially in the German-speaking territories-and that offer conference participants a chance to relate Jewish historical experiences to broader aspects of cultural transfer and translation. We are particularly interested in contributions that discuss the interdependencies of education and religion and their impact on prevalent systems of knowledge and practices of knowledge production.

The interrelated historical issues we would like to consider include-but are in no way limited to-the following four areas:

1. Transformation strategies and the production of new social knowledge

What strategies and means were employed to adapt to social and cultural changes? What role was attributed to received knowledge and practices-including not least religion and religiosity-in the field of education from the late eighteenth century on? What status did the state attribute to religion in general and how did its agents perceive various religious groups in the context of education? How did such groups respond to and interact with a state that increasingly intervened in questions of education?

2. Cultural translation and languages of transformation

The concept of cultural translation is about not only linguistic transformation but also how forms, meanings, patterns, and practices are refined and reframed to meet new demands while relying on familiar concepts and notions. Which dimensions and modes of cultural translation were visible in the field of education and its transformation in the 18th and 19th centuries? What was translated, transmitted, and transformed? To what extent and in what ways did religion-and appeals to religious or other kinds of cultural tradition-facilitate the production of new social knowledge and cultural practices?

3. Religion and knowledge

The Enlightenment and the Haskalah questioned traditional religious authorities and their interpretation of the world. The ideas and ideals developed in these contexts were fundamental to pedagogical innovations and the emergence of modern science and scholarship. How did new concepts of knowing, including the hierarchies and orders they produced, impact what was understood as valuable and necessary knowledge? Who retained or gained authority over this knowledge and who was supposed to be able to acquire it?

4. Reason, virtue, and emotion

Reason, morality, virtue, and utility became crucial categories in debates about Jewish emancipation. How did expectations vis-à-vis Jews relate to broader developments, for example, to concepts of citizenship, education, and cultivation [Bildung], not to mention respectability? What role was attributed to purportedly universal ideas and concepts such as reason, freedom, and humanism? How did these ideas affect expectations regarding gender roles, emotions, and aesthetics?

The conference will be conducted in English, and the organizers expect to be able to cover the transportation and accommodation costs of conference participants. Please send a short abstract of your proposed contribution (no more than 500 words) together with a brief academic CV in a single PDF file to Mrs. Susanne Fabricius at fabricius@ghi-dc.org.

Deadline for proposals is November 15, 2017.

For questions regarding possible contributions, please contact Dr. Kerstin von der Krone (krone@ghi-dc.org)

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Panel for Young Genizah Researchers and those Interested in the Field. XIth EAJS Congress, 15.07. - 19.07.2018, Krakow
Deadline: 15.11.2017

From approximately the tenth to the nineteenth century the Jewish community of Old Cairo depos-ited their worn-out book and documents into the Genizah of the Ben Ezra Synagogue, a storeroom for retired texts. Countless leaves, to a large part written in Hebrew script and thus deemed too sacred for an ordinary disposal, were placed there, the remains of treasured books, personal and official letters, amulets, calendars, and all kinds of written text that a highly literate community might produce.

With the discovery of the so called "Cairo Genizah", one hundred and twenty years ago, researchers from diverse disciplines and fields have gained access to an enormous and unprecedented collection of rare and original documents from the Middle Ages and Early Modern Period, more than 200,000 pieces in Cambridge University Library alone, along with other collections scattered worldwide. This remarkable storehouse of primary sources has thrown a fresh new light on the medieval society of the Mediterranean world as a whole (including Islamic and Eastern Christian history) and particularly on Jewish history and culture from ancient to early modern times. Giving the scope, scale and di-verse character of the material recovered from the Cairo storeroom, the Genizah continues to pro-vide a seemingly inexhaustible source of primary research materials for scholars from a wide range of disciplines.

Even with the essential tools that have been established over the last few decades to facilitate Genizah studies, gaining access to this vast field with its very specialized material is still a challenge to young researchers and thus calls for special training. Our panel is therefore intended as a platform for advanced MA-students, PhD-candidates and Post-Docs, who are interested in the field of Geni-zah Studies and wish to venture further into it. Every participant will have the opportunity to present a paper on her/his topic of research. Senior scholars will present their own work and offer hands-on training, as well as provide feedback on the participants projects.

Please send abstracts of proposed papers (up to 300 words) to eajs.congress2018@uj.edu.pl, with cc to Judith Olszowy-Schlanger (judith.schlanger@ephe.sorbonne.fr) or Ronny Vollandt (ronny.vollandt@lmu.de). The deadline for paper and panel proposals abstracts is 15th November 2017.

For further information as to the fees and registration process, see https://www.eurojewishstudies.org/homepage-announcements/xith-congress-of-the-european-association-for-jewish-studies-krakow-poland/

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"Jews and Citizens - Juden und Bürger", 09.10. - 11.10.2018, Braunschweig / Seesen / Halberstadt
Einsendeschluss: 30.11.2017

Im Jahr 2018 jährt sich der Geburtstag des jüdischen Reformators Israel Jacobson zum 250. Mal. Jacobson, geboren am 17. Oktober 1768 in Halberstadt, wurde als Bankier und Rabbiner in Braunschweig zu einer der führenden Persönlichkeiten auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Juden und zum Vorkämpfer der jüdischen Reformbewegung im Gefolge der jüdischen Aufklärung (Haskala). Die von ihm und seinen Mitstreitern vorangetriebene Bildungsreform, für die er mit der Gründung einer jüdischen Freischule in Seesen eine bis ins 20. Jahrhundert tätige Bildungsanstalt schuf, wurde zum Ausgangspunkt der Teilhabe von Juden an der bürgerlichen Gesellschaft. Jacobsons Reform des jüdischen Gottesdienstes, die er im Seesener Jacobstempel umsetzte, legte Grundlagen für die bis heute in aller Welt gültigen Ideen des Reformjudentums. Als Mäzen und Stifter ließ er aber auch die nicht-jüdische Bevölkerung an seinem Aufklärungswerk teilhaben. Als Israel Jacobson 1828 in Berlin starb, hatte in den Beziehungen zwischen Juden und Nicht-Juden ein grundsätzlicher Wandel eingesetzt, dessen Wirkungen bis in die Gegenwart verfolgt werden können.

Trotz seiner herausragenden Rolle nicht nur in der deutsch-jüdischen Geschichte sind die Person und das Vermächtnis von Israel Jacobson in vielen Aspekten bis heute kaum erforscht. Die Konferenz, die an wesentlichen Lebensorten Jacobsons in der Region Braunschweig stattfinden wird, will daher zur Diskussion des Wirkens Israel Jacobsons aus verschiedenen Perspektiven einladen. Jacobsons weitreichendes Engagement in den Bereichen Politik, Bildung, Religion und Gesellschaft soll dabei ebenso untersucht werden wie z.B. auch die Geschichte seines familiären Hintergrundes und seiner Nachkommen und sein geistiges und kulturelles Umfeld.

Mögliche Themenbereiche sind:

- Voraussetzungen: Haskala, Hofjudentum und aufgeklärter Absolutismus

- Israel Jacobson - Biographisches

- Israel Jacobson und Halberstadt - Tradition und Reform

- Israel Jacobson als Rabbiner: Christen und Juden

- Israel Jacobson als Politiker: Juden als Bürger

- Israel Jacobson und die jüdische Reform-Pädagogik

Mit diesem internationalen Call for Papers für 20minütige Vorträge sowie auch Posters für eine Posterpräsentation wollen die Veranstalter ausdrücklich auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ansprechen. Eine zeitnahe Publikation wesentlicher Ergebnisse der Tagung (Papers und ggf. Posters) ist geplant. Die Konferenzsprache ist im Wesentlichen Englisch. Ob und in welcher Höhe Reise- und Übernachtungskosten übernommen werden können, hängt von der Bewilligung entsprechender Förderanträge ab, die gerade gestellt werden.

Der Kongress wird gemeinsam vom Institut für Germanistik und der Bet Tfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur (Braunschweig/ Jerusalem) mit Unterstützung des Israel Jaobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V. organisiert. Partner sind die Stadt Seesen (Jacobson-Haus) und die Stadt Braunschweig sowie das Braunschweigische Landesmuseum und die Moses-Mendelssohn-Akademie Halberstadt.& xnbsp;


Papers

Bitte senden Sie ein Abstract (max. 1500 Zeichen) für einen 20minütigen Vortrag und einen Kurz-CV (max. 500 Zeichen) in englischer Sprache bis zum 30. November 2017 an c.berghahn@tu-braunschweig.de

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XIth Congress of the European Association for Jewish Studies, 15.07. - 19.07.2018, Kraków
Deadline: 15.11.2017

The Organising Committee of the XIth Congress of European Association for Jewish Studies invites submissions for papers and panels to the Congress. It will be held in Kraków (Poland) from 15th to 19th of July 2018. Submissions are invited to the following sections: 1. Ancient Jewish History and Archeology 2. Biblical Literature 3. Talmud, Midrash and Rabbinics 4. Medieval Jewish Thought 5. Medieval and Early Modern Jewish History 6. Medieval and Early Modern Jewish Literatures 7. Hebrew Manuscripts 8. Modern Jewish History 9. Contemporary Jewish History 10. Jewish Mysticism 11. Hasidism 12. Modern Jewish Thought and Philosophy; Modern Judaism 13. Modern Hebrew Literature 14. Yiddish Literature 15. Linguistics and Jewish Languages 16. Jewish Culture and Arts 17. Jewish History in Central-Eastern Europe 18. Southeastern European Jewish History and Culture 19. Polish-Jewish Heritage 20. Holocaust Studies 21. Libraries, Archives and New Technologies; History of the Book 22. Jewish Museology 23. Karaite Studies 24. History and Culture of the State of Israel 25. Jewish-non-Jewish Relations; Antisemitism

Please send abstracts of proposed papers (up to 300 words) to eajs.congress2018@uj.edu.pl. Every proposal must include a title, the name and affiliation of the participant, e-mail address and telephone number, as well as the section in which the paper should be included. The suggested language of papers is English.

Submissions may also include proposals for panels falling outside the above mentioned sections if an interested coordinator is able to list at least five prospective speakers, and the Organizing Committee approves the proposal. The coordinator will be responsible for the selection of papers and coordination of the panel.

The conference fees (excluding accommodation or catering) are € 55.00 for EAJS Student Members, € 80.00 for EAJS Full and Associate Members and € 175.00 for non-members. In order to qualify for the lower congress fee for EAJS members, membership subscriptions must be paid up to and including 2017. Members in arrears should pay membership fees from 2016.

The deadline for paper and panel proposals abstracts is 15th November 2017. Confirmation of acceptance/rejection of papers 15th January 2018. Payment of conference fees due 15th February 2018.

Please note also that the Organizing Committee will offer travel bursaries to PhD students and early career researchers from lower than median income countries who wish to attend. Further details about these bursaries will be published in due course.

In case of any additional inquiries do not hesitate to contact the Organizing Committee: eajs.congress2018@uj.edu.pl

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Jewish Architects - Jewish Architecture?, 06.11. - 08.11.2018, Hamburg
Deadline: 29.01.2018

The international congress "Jewish Architects - Jewish Architecture?" aims to re-examine the biographies of Jewish architects from the 19th century up to the present day from an international perspective. It will deal with the question whether and to which degree Jewish self-definition and the perception of "Jewishness" by a non-Jewish environment has influenced and still influences the life and works of Jewish architects all over the world. During the last decades, multifaceted research on Jewish architects has been conducted, however focusing primarily either on certain persons and their oeuvre or on limited regions. The conference emphasizes the need to provide a more extensive view, drawing comparisons between different times and regions - from the late 18 th century to present days, in Europe, America, Israel and other countries. A new focus will be set on biographic networks, on the cultural and economic preconditions for Jews in the professional field of architecture, and on the role of Jewish women-architects. This will also lead to the question of defining "Jewishness" in architecture as based on respective contemporary perspectives. The congress intends to examine the subject in different methodological ways. Architectural and art historians are invited as are historians and scholars from other fields to contribute to the debate, herewith developing new and trans-disciplinary approaches to Jewish culture and history.

The eight panels of the conference will address the following topics:

1) Discovering a New Professional Field: Jews and Architecture before 1900

2) Jews Studying Architecture: Schools, Teachers, and Networks

3) Jewish Architects, Their Non-Jewish Colleagues, and Their Contractors: Partnership and/or Competition?

4) Jewish Women as Architects: a Multiple Emancipation - a Double Exclusion?

5) Jewish Architects in Migration: Transfers and Transformations of Architectural Ideas

6) Jewish Architects: Zionism, Palestine, and Israel

7) "Jewish" Architects? Self-Definitions of "Jewishness"

8) In Search of a "Contemporary" Jewish Architecture?

The conference is embedded in a research project of the Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg: "Jewish Ways to Architecture", funded by the German Research Council (DFG). It will be the Fourth International Congress on Jewish Architecture, following three congresses organized by the Bet Tfila - Research Unit for Jewish Architecture in Braunschweig with its partners in 2007, 2014, and 2016. This call asks for papers for talks (15 minutes) and for posters for a posters-section. It is also open for young researchers who want to present their ongoing research projects. The members of an international and interdisciplinary academic board and the organizers will decide on the acceptance of the papers and the posters. The conference language is English.

The publication of selected papers and posters is scheduled for 2019. Provisions to refund travel expenses will depend on the approval of running applications. The congress is organized by the Bet Tfila - Research Unit for Jewish Architecture, Braunschweig/Jerusalem (Prof. Dr. Alexander von Kienlin, Dr.-Ing. Katrin Keßler, Dr. Vladimir Levin) and the Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg (PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke, Dr. Miriam Rürup, PD Dr. Andreas Brämer). Academic Board: Dr. Eleonora Bergman, Warsaw, Prof. Dr. Ita Heinze-Greenberg, Zurich, Prof. Dr. Rudolf Klein, Budapest, Prof. Dr. Carol Herselle Krinsky, New York, Dr. Vladimir Levin, Jerusalem, Dr. Sylvia Necker, Munich, PD Dr. Martin Papenbrock, Karlsruhe, Prof. Dr. Regina Stephan, Mainz

Papers and posters

Please, send an abstract of up to 1.500 characters for a lecture of 15 minutes and a short-CV of up to 500 characters in English to the following addresses until January, 29th, 2018:

Please, send a poster (PDF-file, 5 MB max.) for the poster presentation in English to the following addresses until August, 31st, 2018:

ulrich.knufinke@igdj-hh.de

synagogen@tu-bs.de

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