1-4-2017

VJD Newsletter
(1-4-2017)

 

 


Stellenausschreibung


Wissenschaftliche Mitarbeiterin/ Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Paderborn
Bewerbungsschluss: 14.04.2017

In der Fakultät für Kulturwissenschaften - Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) - ist bei der Professur für Jüdische Studien zum 01.06.2017 eine Stelle als

wissenschaftliche Mitarbeiterin/ wissenschaftlicher Mitarbeiter (Entgeltgruppe 13 TV-L)

im Umfang von 50 % der regelmäßigen Arbeitszeit zu besetzen. Es handelt sich um eine Qualifizierungsstelle im Sinne des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG), die zur Förderung eines Promotionsverfahrens im Bereich jüdisch-religiöse Tradition dient. Die Stelle ist befristet für die Dauer des Promotionsverfahrens, abhängig von der bisher erreichten Qualifizierung, jedoch für einen Zeitraum von i.d.R. 3 Jahren, zu besetzen.

Aufgabengebiet:

- Lehrverpflichtung im Umfang von 2 SWS

- Unterstützung der Professur für Jüdische Studien in Forschung und Lehre

- Dissertationsarbeit zu einem Thema der jüdisch-religiösen Tradition im größeren gesellschaftlichen Kontext

- Mitarbeit am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK)

Einstellungsvoraussetzungen:

- ein sehr guter wissenschaftlicher Hochschulabschluss (Master) oder vergleichbarer Abschluss in Jüdische Studien, Judaistik oder rabbinischer Theologie bzw. einem Fach mit einer jüdischen Thematik

- Interesse für rabbinische, religionsphilosphische und jüdisch-theologische Fragestellungen mit Blick auf heutige gesellschaftliche und theologische Diskurse, wie etwa Wirtschafts- und Sozialethik, politische Theologie, Zivilreligion, Rechtstraditionen usw.

- Fähigkeit, mit der rabbinischen Literatur (Talmud, Midrasch usw.) umzugehen

- Originalität und Offenheit für neue Perspektiven auf das Judentum bzw. andere Religionen

- Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit nach der Methodik Komparativer Theologie

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht und werden gem. LGG bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich. Ebenso ist die Bewerbung geeigneter Schwerbehinderter und Gleichgestellter im Sinne des Sozialgesetzbuches Neuntes Buch (SGB IX) erwünscht.


Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden unter Kennziffer 2913 bis zum 14.04.2017 erbeten an:

Prof. Dr. Elisa Klapheck

Fakultät für Kulturwissenschaften

Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK)

Universität Paderborn

Warburger Str. 100

33098 Paderborn

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Bibliotekar/in, Zürich
Bewerbungsschluss: 30.04.2017

Die israelitische Cultusgemeinde Zürich unterhält eine der bedeutendsten deutschsprachigen jüdischen Bibliotheken mit über 55.000 Büchern und Zeitschriften.

Für die per 1. August 2017 neu zu besetzende Stelle eines / einer

Bibliotekar/in

suchen wir eine akademisch ausgebildete Fachkraft mit Erfahrung und Wissen aus den Bereichen Jewish Studies, Judaistik oder Bibliothekswesen mitbringt. Gewünscht sind Führungs- und Kommunikationstalent, Lust/ Freude an Neuem und sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch, Englisch, vorteilhaft auch Hebräisch.

Zum Aufgabenbereich des 2-3 köpfigen Bibliotheksteams gehören neben der Pflege und Ausbau des Buchbestandes, Betreuung der AUsleihe, Abschluss der 2016 vollzogenen Integration des KAtalogs in die NEBIS DAtenbank, Beratung der teilweise auch wissenschaftlich orientierten Besucher, Betreuung von Kindergarten- und Schulklassenbesuchen, Organisation von Veranstaltungen udn Öffentlichkeitsarbeit.

Bewerbungen sind bis spätestens Ende April zu richten an:


Roman Rosenstein, Präsident der ICZ Bibliothekskommission

Seefeldstr. 233

CH-8008 Zürich

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Stipendium


Forschungsstipendium für eine/n Postdoktorandin/en, Leipzig
Bewerbungsschluss: 30.04.2017

Am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e. V. an der Universität Leipzig (DI) ist ab dem 01.06.2017 ein

Forschungsstipendium für eine/n Postdoktorandin/en

zu vergeben.

Das Dubnow-Institut (DI) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die sich der wissenschaftlichen Erforschung der jüdischen Lebenswelten vornehmlich in Mittel- und Osteuropa vom Mittelalter bis zur Gegenwart widmet. Es vertritt diesen Gegenstand in der universitären Lehre und präsentiert die Ergebnisse seiner Forschung in unterschiedlichen Formen der akademischen und allgemeinen Öffentlichkeit.

Das Stipendium ist innerhalb des interdisziplinären Forschungsprojekts Recht und Erfahrung - Jüdische Juristen des 19. und 20. Jahrhunderts angesiedelt, in dem mittels einer Verknüpfung von erfahrungs- und ideengeschichtlichen Ansätzen Biografie, Werk und Theoriebildung sowie Resonanz ausgewählter jüdischer Juristinnen und Juristen untersucht wird. Sie konzipieren und bearbeiten ein eigenständiges Teilprojekt (Beschreibung s. u.), publizieren Ihre Forschungsergebnisse und arbeiten aktiv im Projekt- sowie Institutszusammenhang mit.

Dotierung: Es handelt sich um ein Vollzeitstipendium, das mit monatlich 2.900 EUR vergütet wird.

Förderlaufzeit: 3 Jahre, mit der Aussicht auf Verlängerung um weitere 2 Jahre

Projektbeschreibung: Juden und Recht

Im Rahmen des Stipendiums soll eine Studie mit Grundlagencharakter für den Projektzusammenhang erarbeitet werden. Im Zentrum dieser Forschungsarbeit steht die Frage nach den sozialpolitischen und kulturellen Hintergründen der hohen Anziehungskraft, die die Jurisprudenz seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auf die sich modernisierenden Judenheiten Europas ausübte. Ziel ist es, in der Form einer Emanzipations- und Säkularisierungsgeschichte darüber Klarheit zu gewinnen, inwiefern der Kampf um gesellschaftliche Teilhabe auch vermittels des Eintritts der Juden in die juristischen Berufe erfolgte und in welcher Weise Elemente der jüdischen Bindung an das religiöse Gesetz sowie rabbinische Praktiken der Textauslegung auf den Bereich des weltlichen Rechts übertragen wurden bzw. eine Affinität zum Bereich des Rechts begünstigten. Anhand einer ausgesuchten Personengruppe, die nach Möglichkeit unterschiedliche Generationen repräsentiert, sowie einer entsprechenden Publikations- und Werkanalyse gilt es zu zeigen, ab wann, in welcher Form und mit welchen Motiven sich zahlreiche Juden im mittel- und osteuropäischen Raum (der Vergleich zu ande- ren Räumen ist selbstverständlich möglich) den juristischen Berufen und der Rechtswissenschaft zuwandten und hier bestimmte Bereiche besonders profilierten.

Voraussetzungen: Der/Die Bewerber/in sollte über eine sehr gut abgeschlossene Promotion in einem der für das DI relevanten Fächer, insbesondere Geschichte, Judaistik, Jüdische Studien, Kulturwissenschaften, sowie über internationale Forschungserfahrung verfügen. Zudem sollten ausgewiesene Kenntnisse der Rechtswissenschaften und Rechtsgeschichte sowie der zur Durchführung des Projektes notwendigen, insbesondere osteuropäischen Fremdsprachen vorliegen.

Bewerbungsfrist: Bewerbungen sind einzureichen bis zum 30.04.2017; der Beginn des Stipendiums erfolgt zum 01.06.2017.

Einzureichende Unterlagen: Motivationsschreiben, Tabellarischer Lebenslauf, Publikationsliste, Hochschulabschlusszeugnisse, Promotionsurkunde (sowie Kopien relevanter Zeugnisse und Beurteilungen), Exposé des vorgesehenen Forschungsprojekts, das sich an dem oben skizzierten inhaltlichen Rahmen des Teilprojekts orientiert (max. 5 Seiten), eine aussagekräftige Veröffentlichung (Aufsatzstudie im Umfang von 20-30 Seiten).


Die Bewerbung ist per Post oder per E-Mail zu richten an:

Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e. V.

Herrn Prof. Dr. Raphael Gross/Herrn Prof. Dr. Jörg Deventer

Goldschmidtstraße 28

04103 Leipzig

E-Mail: fitzpatrick@dubnow.de

Nachfragen zum inhaltlichen Zuschnitt des Projekts können Sie gerne an Dr. Elisabeth Gallas (gallas@dubnow.de) richten. Für personalrelevante Rückfragen steht Ihnen Mandy Fitzpatrick (fitzpatrick@dubnow.de) zur Verfügung.

Das Simon-Dubnow-Institut legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Bewer- bungen von qualifizierten Frauen begrüßen wir daher besonders. Menschen mit Behinderungen werden bei gleicher Eignung bevorzugt.

Sollten Sie die Rücksendung Ihrer Bewerbungsunterlagen wünschen, legen Sie bitte einen ausreichend großen und frankierten Rückumschlag bei. Andernfalls werden die Unterlagen nach 2 Monaten bzw. nach Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet.

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Ankündigung


Internationale Sommeruniversität, Beer Sheva, 30.07. - 07.09.17

Shalom,

die Anmeldung zu unserem einmaligen Programm, der Sommeruniversität, läuft bereits. Das Programm findet vom 30. Juli bis zum 07. September 2017 an der Ben-Gurion Universität in Beer Sheva (Israel) statt.

Es handelt sich um einen sechswöchigen Hebräischsprachkurs zusätzlich akademischem Rahmenprogramm in deutscher Sprache (Vorträge, gesellschaftliche und kulturrelle Ereignisse sowie Ausflüge).

Die Möglichkeit eines regen Austauschs mit israelischen und weiteren internationalen Studierenden und DozentInnen bietet allen TeilnehmerInnen außerdem die Möglichkeit, sich mit dem heutigen Israel samt seiner vielfältigen Geschichte und Gesellschaft intensiv auseinanderzusetzen und sich auszutauschen.

Bitte besuchen Sie für weitere Informationen die Homepage der Sommeruniversität: http://www.bgu.ac.il/zis

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Workshop: European Genizah. Newly Discovered Hebrew Binding Fragments in Context, Mainz, 02.05. - 03.05.17

Alter Musiksaal Forum 1, Room number 115, 2nd floor, Johannes Gutenberg Universität Mainz

Tuesday 02nd May 2017

19:00-19:30

Welcome and Introduction

Andreas Lehnardt (Mainz)

19:30-20:30

From the "Bologna Genizah": the Oldest Complete Extant Sefer Torah Rediscovered at the Bologna University Library. Codicological, Textual, Graphic and Scribal Features of an Ancient Eastern Tradition

Mauro Perani (Ravenna)

---- Diner ---

Wednesday 03rd May 2017


Session 1

09:00-10:30

Chair: Andreas Lehnardt

09:00-09:45

Newly Discovered Halakhic Fragments in the European Genizah

Simcha Emanuel (Jerusalem)

09:45-10:30

New Discoveries in Poland: A contribution of Binding Fragments to Hebrew Palaeography

Judith Olszowy-Schlanger (Paris)


---- Coffee ---


Session 2

11:00-12:45

Chair: Ursula Schattner-Rieser

11:00-11:30

Hebrew Fragments from Colmar and Strasbourg

Judith Kogel (Paris)

11:40-12:15

Hebrew Fragments from the Archives and Libraries of Rome

Emma Abate (Rome)

12:15-12:45

Revelation in Girona: Lost Literature from the "Jerusalem of the West"

Leor Jacobi (Jerusalem)


---- Lunch ----


Session 3

14:00-15:15

Chair: Judith Olzsowy-Schlanger

14:00-14:35

Moneylending ledgers in Ashkenaz as Reflected in Genizat Europa

Abraham David (Jerusalem)

14:45-15:15

A Moneylender Ledger in a 14th Century Book from the Monastery Library of Weingarten

Andreas Lehnardt (Mainz)


---- Coffee ---


Session 4

15:45-17:00

Chair: Andreas Lehnardt

15:45-16:15

Hebrew Bookbinding Fragments from North- and South-Tyrol: An Overview of the Current State of Research

Ursula Schattner-Rieser (Innsbruck/Mainz)

16:15-16:50

Binding Fragments in Medieval Arabic Manuscripts

Konrad Hirschler (Berlin)

16:50-17:00

Conclusion and Outlook

Andreas Lehnardt (Mainz)

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Call for papers


Jüdisches Kulturerbe und kulturelle Nachhaltigkeit, Basel, 06.09. - 08.09.2017
Einsendeschluss: 18.04.2017

Die Konferenz "Jüdisches Kulturerbe und Kulturelle Nachhaltigkeit" ist die zweite internationale Arbeitstagung des niedersächsischen Netzwerks "Jüdisches Kulturerbe" in Kooperation mit dem Europäischen Zentrum für Jüdische Musik, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Bet Tfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, TU Braunschweig, und dem Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, Universität Basel.

Im Zentrum der Tagung steht die Frage nach dem Zusammenhang zwischen den Bestrebungen der Bewahrung des materiellen wie immateriellen jüdischen Kulturerbes seitens diverser Forschungseinrichtungen, Vereinen, Gemeinden und Museen etc., den damit einhergehenden kulturpolitischen Interessen zum Beispiel der UNESCO, welche 2003 das Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes getroffen hat, und den praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Konzeptes der kulturellen Nachhaltigkeit. Im Kontext der wissenschaftlichen wie auch kulturpraktischen Auseinandersetzungen mit dem Kulturerbe der Menschen der Welt stellen Versuche zur Bewahrung, Rekonstruktion und Sichtbarmachung des jüdischen Kulturerbes in der Gegenwart - im Vergleich zu dem anderer Minderheitengruppen - zwar keine Ausnahme, aber doch eine besondere Herausforderung dar, so beispielsweise hinsichtlich der Diaspora-Erfahrungen von Juden und Jüdinnen und deren Auswirkungen auf die Konstruktion individueller wie kommunaler jüdischer Identitäten, welche sowohl im materiellen wie auch immateriellen jüdischen Kulturerbe zum Ausdruck kommen. Vor diesem Hintergrund ist z. B. danach zu fragen:

- Wer - sprich: welche Individuen, Institutionen und Gemeinschaften - definiert in welchen Kontexten "jüdisches Kulturerbe" wie und für welche Zielgruppen?

- Und welche Auswirkungen nimmt dies nicht nur auf oft politisierte wissenschaftliche Diskurse rund um das Thema "Kulturerbe", sondern auch auf kulturpolitische Entscheidungen und Strategien in Bezug auf die praktische Umsetzung der UNESCO-Resolution zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes?

Vor diesem Hintergrund bietet die Konferenz die Möglichkeit, sich intensiv und kritisch mit dem Gebrauch des (im-)materielle Kulturerbe-Konzepte in jüdischen Zusammenhängen und damit einhergehend auch mit der Umsetzung von UNESCO-Konventionen in verschiedenen national-staatlichen Kontexten auseinanderzusetzen. Hierbei ist auch nach der Funktion jüdischer Museen, jüdischer Gemeindezentren sowie nationaler Organisationen im Kontext der Repräsentation jüdischer Kultur in Ausstellungen, auf Konzertbühnen, im Rahmen jüdischer Kulturtage und Festivals etc. zu fragen. Die Konferenz richtet ihren Fokus daher auf aktuelle Forschungen, die eine kritische Auseinandersetzung mit dem materiellen und insbesondere immateriellen jüdischen Kulturerbe suchen.

Eng mit den wissenschaftlichen wie auch kulturpolitischen Diskursen zum (im)materiellen Kulturerbe verbunden, hier jedoch deutlich weniger offensiv diskutiert, ist das Konzept der kulturellen Nachhaltigkeit (cultural sustainability), welches in Bezug auf den Umgang mit dem jüdischen Kulturerbe als eine Alternative zum UNESCO-Konzept des immateriellen Kulturerbes verstanden werden kann. Das Konzept der kulturellen Nachhaltigkeit stellt die diskursiven und dynamischen Prozesse des Bewahrens und Tradierens von kulturellen Äußerungen in den Vordergrund und legt den Fokus auf die Entwicklung neuer Impulse für Strategien einer erfolgreichen Praxis der kulturellen Nachhaltigkeit im Austausch zwischen Wissenschaftlern*innen und Gesellschaft, zwischen Theorie und Praxis.

Wir laden daher Referent*innen ein, die sich - im Sinne einer angewandten Kultur- und Geisteswissenschaft - gezielt mit der Anwendbarkeit des Konzeptes der kulturellen Nachhaltigkeit in Bezug auf das (im)materielle jüdische Kulturerbe auseinandersetzen. In diesem Kontext sind Auseinandersetzung zum Zusammenhang zwischen Maßnahmen zum Erhalt und zur Aufführung des jüdisch-musikalischen Kulturerbes (preservation and performance; Jewish music and sustainability) ebenso relevant, wie solche zu aktuellen Strategien der kulturellen Gemeindearbeit (community work and sustainability) oder der kulturellen Bildung (cultural education and sustainability; Jewish heritage education) etc. Auch Fragen nach den Auswirkungen des "going public" jüdischer Organisationen und Vereinigungen, die sich dem Erhalt des jüdischen Kulturerbes widmen, in Bezug auf die Nachhaltigkeit ihrer Bestrebungen hinsichtlich der Bewusstseinserweiterung der jüdischen wie nicht-jüdischen Öffentlichkeit in Bezug auf Fragen des jüdischen Kulturerbes sollen hier diskutiert werden.

Der Aufruf richtet sich an Wissenschaftler*innen und Nachwuchskräfte verschiedener Disziplinen (beispielsweise aus den Jüdischen Studien, Musikwissenschaften, Kulturwissenschaften, Museologie, Archäologie, Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege u.a.m.), sowie Praktiker*innen in Museen, Gemeinden und Vereinen etc. Die disziplinäre Ausrichtung der Tagung ist bewusst offen gehalten, um einen fachübergreifenden und multiperspektivischen Diskurs zu ermöglichen.

Vorträge in englischer Sprache sind möglich. Eine Publikation der Vorträge ist geplant. Die Vorträge sollten nicht länger als 20 Minuten + 10 Minuten Diskussion sein. Eingereichte Abstracts sollten folgende Angaben enthalten:

- Title des Vortrags

- Name des/der Autor*in

- Ggf. institutionelle Anbindung

- Abstract (max. 300 Wörter)

- Emailadresse des/der Autor*in

Bitte senden Sie Ihr Abstract bis zum 18.04.2017 an sarah.ross@hmtm-hannover.de.

Benachrichtigungen bezüglich der Annahme des Vortrags und aller weiteren Informationen bezüglich Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten in Basel werden Anfang Mai 2017 verschickt. Das Tagungsprogramm wird Ende Mai 2017 veröffentlicht.

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Neuerscheinung


Andreas Lehnardt: Die hebräischen Einbandfragmente in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Trier
 

Lehnardt, Andreas:Die hebräischen Einbandfragmente in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Trier. Beschreibendes Verzeichnis der Handschriften der Stadtbibliothek zu Trier 4. Wiesbaden. Harrassowitz 2016.

Der Katalog der hebräischen Einbandfragmente in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Trier erfasst alle bislang bekannt gewordenen jüdischen Handschriftenreste, die als Buchbindematerial in den Deckeln und Falzen von lateinischen, deutschen und niederländischen Handschriften sowie Inkunabeln und frühen Drucken entdeckt worden sind. Geordnet nach Gattungen der identifizierten Schriften, werden alle hebräischen Fragmente beschrieben und den zu rekonstruierenden Kodizes und Provenienzen zugeordnet. Berücksichtigt werden in weiteren Katalogteilen auch jene Fragmente, die samt ihrer Trägerbände im Laufe der Zeit in andere Bibliotheken und Archive überführt worden sind. Die erhaltenen Fragmente bieten Textzeugen für zentrale Werke der jüdischen Traditionsliteratur im Mittelalter: Bibel, Targum, Babylonischer Talmud, Midrasch, Rechtskodizes sowie liturgische Werke (Machsorim). Unter den Trierer Fragmenten befinden sich unter anderem sehr seltene Handschriftenreste des Jerusalemer Talmud und bedeutende, zum Teil unpublizierte Gebetstexte. Wichtig ist die Zusammenstellung auch für die Rekonstruktion der Bibliothek des ehemaligen Augustiner-Chorherren-Stifts in Eberhardsklausen. In der dortigen Buchbinderwerkstatt wurden besonders viele Fragmente für Einbände wiederverwendet.

In einer ausführlichen Einleitung wird auf die möglichen historischen Hintergründe für die Wiederverwendung hebräischer Handschriften in Trier eingegangen. Der Katalog zu einer der umfangreichsten Sammlungen hebräischer Fragmente in Deutschland wird durch mehrere Register und Konkordanzen erschlossen.

Seiten: 256

Preis: 82,00 Eur[D] / 84,30 Eur[A]

ISBN: 978-3-447-10698-6

Zum Harrasowitz-Verlag

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Tai Ilan: Massekhet Hullin
 

Ilan, Tai: Massekhet Hullin. Text, Translation, and Commentary.

Veröffentlicht auf Englisch. Das Traktat Hullin des Babylonischen Talmud ist mit 12 Kapiteln und über 140 Seiten das längste in der Ordnung Qodasim. Die Ordnung Qodasim (=Heiligtümer) befasst sich im Allgemeinen mit dem Tempel. Das Wort hullin jedoch bedeutet »weltliche Dinge« und bezeichnet eigentlich das koschere Schlachten von Tieren für den menschlichen Verzehr außerhalb des Tempels. Obwohl dieses Thema weder offenkundig geschlechtsspezifischen Bezug hat noch besonders Frauen betrifft, analysiert Tal Ilan über 100 Traditionen, die Frauen und Gender erwähnen. Sie zeigt, dass »Frauen« immer als gute »Werkzeuge« dienten, anhand derer verschiedenste Themen wie halachische Verlässlichkeit oder die Anwendung von Magie diskutiert werden konnten, aber auch, dass, obwohl das Traktat hauptsächlich an Tieren und deren Anatomie interessiert ist, Frauen für die Autoren des Talmuds oftmals als Vergleichspunkte mit den Tieren dienten. So wird die Weltanschauung der Rabbiner, die die Frau als Zwischenstufe zwischen Mensch und Tier sahen, wiederholt innerhalb des Traktats verdeutlicht.

Seiten: 671

Preis: 139,00 €

ISBN: 978-3-16-155200-7

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