1-5-2016

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(1-5-2016)
 

 


Stellenausschreibung

WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITERIN/ WISSENSCHAFTLICHER MITARBEITER, Universität Heidelberg, ab 01.09.2016
Bewerbungsfrist: 30.06.2016

Am Sonderforschungsbereich 933 "Materiale Textkulturen" der Universität Heidelberg ist ab 1. September die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin / Wissenschaftlichen Mitarbeiters (E 13 100%) im Teilprojekt B04 (Judaistik/Jüdische Studien) zu besetzen.

In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ab 1. Juli 2011 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Kooperationspartner: Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg) eingerichteten Sonderforschungsbereich (SFB) 933 "Materiale Textkulturen. Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften" erforschen Kulturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die materiale Präsenz des Geschriebenen in verschiedenen Praxisfeldern solcher Gesellschaften, in denen keine Verfahren der massenhaften Produktion und Distribution von Geschriebenem verfügbar oder verbreitet sind ("non-typographisch"). Darauf basierend werden diejenigen Rezeptionspraktiken dargestellt, deren Vollzug am Geschriebenen aufgrund seiner materialen Präsenz wahrscheinlich ist. Die so ermittelten "materialen Textkulturen" non-typographischer Gesellschaften werden schließlich systematisch beschrieben und mit denjenigen typographischer Gesellschaften kontrastiert.

Die im SFB 933 "Materiale Textkulturen" zu leistende Grundlagenforschung an schrifttragenden Artefakten insbesondere des zirkum-mediterranen Raums erfolgt in einem konzeptionellen Rahmen, der aus rezenten kulturtheoretischen Ansätzen entwickelt wurde (ibs. der material turn). Langfristig soll dadurch ein neuartiges methodisches Instrumentarium zur Analyse von schrifttragenden Artefakten in den text-interpretativen Kulturwissenschaften etabliert werden.

Hierfür sucht das Teilprojekt B04 im SFB 933 "Materiale Textkulturen" eine herausragend qualifizierte Wissenschaftlerin / einen herausragend qualifizierten Wissenschaftler (Post-Doc), die / der bereit ist, ihre / seine fachspezifischen Kompetenzen in das TP B04 einzubringen. Eine thematische Neuausrichtung entweder auf die jüdische Antike oder die spätmittelalterliche Periode ist dabei gewünscht.

Die Voraussetzungen für die Besetzung der Stelle sind:

- Eine abgeschlossene Dissertation in Judaistik / Jüdische Studien

- Sehr gute Hebräisch- und Aramäischkenntnisse

- Fundierte Kenntnisse in den Kultur- und/oder Literaturtheorien, die für den SFB relevant sind

- Erfahrung mit Projektforschung

- Teamfähigkeit

Zu Ihren Aufgaben gehören:

- Wissenschaftliche Weiterentwicklung des Teilprojektes

- Konzeption und Beginn einer Habilitationsschrift im Rahmen des SFB 933

- Kommunikation der Forschung und ihrer Ergebnisse in den SFB 933 sowie in den Lehr- und Forschungsbetrieb der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

- Mitarbeit in den interdisziplinären Arbeits- und Theoriegruppen des SFB

- Wissenschaftliche Vorbereitung von und Mitarbeit an Konferenzen und Workshops des Teilprojektes

- Mithilfe bei der Ausarbeitung der wissenschaftlichen Teile des zweiten Fortsetzungsantrages für die dritte Förderperiode

Dem Teilprojekt ist eine studentische Hilfskraft mit ca. 25 Stunden / Monat (ungeprüft) zugeordnet.

Die Vergütung erfolgt nach TV-L (E13).

Die Stelle ist grundsätzlich teilbar. Die Stelle ist befristet zum 30.06.2019; im Falle der Weiterförderung des SFB 933 und des TP B04 ist sie bis zum 30.06.2023 verlängerbar.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis zum 30. Juni 2016 und zwar per E-Mail zu senden an:

Frau Prof. Dr. Hanna Liss: hanna.liss@hfjs.eu

Wir bitten um Verständnis, dass per Post eingegangene Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesandt werden.

Die Universität Heidelberg strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen in den Bereichen an, in denen sie bisher unterrepräsentiert sind. Entsprechend qualifizierte Frauen werden um ihre Bewerbung gebeten.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt.

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Ankündigungen


Masterstudiengang: Jüdische Philosophie und Religion, Universität Hamburg
Bewerbungszeitraum: 01. Juni - 15. Juli 2016

Profil und Studiengang

Das Institut für Jüdische Philosophie und Religion bietet den Studierenden ein Masterprogramm, das in der deutschen Forschungslandschaft einzigartig ist.

Thematisch deckt der Studiengang ein breites Spektrum der jüdischen Philosophie und Religion von der Antike bis zur Gegenwart ab. Linguistisch bildet die Erweiterung und Vertiefung von Sprachkompetenzen des Hebräischen einen besonderen Schwerpunkt. Ziel sind die eigenständige Arbeit mit originalsprachlichen Quellen und eine intensive Auseinandersetzung mit zentralen Themen der jüdischen Philosophie und Religion von der Antike bis in die Gegenwart.

Das internationale Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet eine vielfältige Auswahl an Kursen, die sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch unterrichtet werden. Es werden unter anderem folgende Themen behandelt:

- Jüdische Religionsgeschichte.

- Jüdische Philosophie zwischen arabischer und lateinischer Philosophie.

- Jüdische Mystik (Kabbala und Chassidismus).

- Skepsis im Judentum der Renaissancezeit.

- Moderne jiddische Literatur.

Als Teil des Fachbereichs Philosophie ist unser Lehrangebot mit dem des Philosophischen Seminars der Universität Hamburg eng verknüpft.

Darüber hinaus bieten regelmäßige Konferenzen und Workshops den Studierenden die Möglichkeit, mit international führenden Judaistinnnen und Judaisten in Kontakt zu treten und Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Forschung zu erhalten. Es besteht die Möglichkeit, während des Studiums einen Auslandsaufenthalt während des dritten Fachsemesters zu absolvieren.

Das Umfeld

Das 2014 gegründete Institut für jüdische Philosophie und Religion zählt derzeit zu den dynamischsten Zentren für Jüdische Studien und Judaistik im deutschsprachigen Raum. Das Institut profitiert nicht nur von den in Hamburg ansässigen etablierten Forschungseinrichtungen wie beispielsweise dem Institut für die Geschichte der Deutschen Juden und seiner Sammlung an Judaica, oder von einer der weltweit umfangreichsten Sammlungen hebräischer Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. An das Institut sind außerdem mehrere von der DFG geförderte Forschungsprojekte angesiedelt: Im Oktober 2015 wurde das Maimonides Centre for Advanced Studies - Jewish Scepticism (MCAS-JS) eröffnet, an dem international renommierte Forscherinnen und Forscher die Verbindung von Judentum und Skepsis in ihren religiösen, philosophischen und kulturellen Aspekten ergründen. Das Maimonides Centre veranstaltet regelmäßig reading evenings, dialectical evenings, Workshops, internationale Konferenzen und Vortragsreihen, an denen unsere Studierenden teilnehmen können. Des Weiteren befasst sich die Forschungsgruppe PESHAT (Premodern Philosophic and Scientific Hebrew Terminology) mit der Entwicklung philosophischer und wissenschaftlicher Terminologie des vormodernen Hebräisch in seinem kulturellen und historischen Kontext.

Alle Projekte bieten den Studierenden vielseitige praktische Möglichkeiten, einen Leistungsnachweis außerhalb des regulären Curriculums zu erhalten.

Vorzüge des Studiums in Hamburg

- Studium in einer pulsierenden Hafenstadt.

- Breites Kursangebot zu Themen der jüdischen Philosophie und Religion.

- Sprachunterricht in kleinen Gruppen.

- Enger Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden.

- Zahlreiche Konferenzen und Workshops mit internationalen Forschenden.

Mögliche Berufsfelder

Der Masterstudiengang befähigt zu einer Vielzahl von Tätigkeiten, u.a. zur Forschung an Hochschulen und zur Unterrichtstätigkeit, zur wissenschaftlichen Bibliotheksarbeit, insbesondere in Handschriftenabteilungen oder Spezialsammlungen, zur Beschäftigung an Museen, in NGOs und anderen nationalen und internationalen Organisationen, in politischen Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen, im Journalismus und im Verlagswesen.

Zugangsvoraussetzungen

- Ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss an einer deutschen oder anerkannten ausländischen Hochschule.

- Kenntnisse des Modernhebräischen auf dem Niveau der Ulpan Stufe Beth (Hebräisch 2) oder Äquivalent.

- Sprachkenntnisse des Englischen auf B2-Niveau oder Äquivalent.

Studienbeginn: jeweils zum Wintersemester.

Regelstudienzeit: 4 Semester.

Bewerbung: 01. Juni bis 15. Juli 2016 über das Campus Center:

https://www.uni-hamburg.de/campuscenter/bewerbung/master.html

Kontakt: Sekretariat.Judaistik@uni-hamburg.de

Postanschrift:

Institut für Jüdische Philosophie und Religion

Schlüterstrasse 51, 5. OG

20146 Hamburg

Weitere Informationen:

https://www.philosophie.uni-hamburg.de/jewish-philosophy.html

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The Vilnius Yiddish Summer Program 2016, 17.07. - 12.08.2016, Vilnius University

The VILNIUS YIDDISH INSTITUTE is the first Yiddish center of higher learning to be established in post Holocaust Eastern Europe. It is an integral part of the four-century-old Vilnius University, situated in the heart of the magnificently restored Old City, in a thriving new democracy. The Institute is dedicated to preserving the centuries-old heritage of Yiddish language and culture through teaching and scholarly research of the highest quality. Further, through intensive instruction by an outstanding international faculty the Institute aims to foster genuine literacy in Yiddish among new generations of students from Europe, the Americas, and beyond, and to train young new teachers and scholars in the field. Finally, inspired by its unique location in Vilna, the once fabled "Jerusalem of Lithuania," the Institute cherishes the hope of nurturing new cultural contributions in Yiddish.

Offering four levels of intensive language instruction:

YIDDISH I: for beginners

YIDDISH II: intermediate

YIDDISH III: higher intermediate

YIDDISH IV: advanced

info@judaicvilnius.com

Apply here: http://judaicvilnius.com/index.php/programs/summer-program/application-form-and-further-information

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Cross-Cultural Dialogues in Early Modern Europe, 30.06.2016, Frankfurt am Main

A dialogue between long-standing friends and colleagues;

a dialogue with antiquity in the spirit of the "Renaissance";

a dialogue between contemporary readers and pre-modern texts;

and, finally, a dialogue between Christians and Jews in early modern Europe

with

ANTHONY GRAFTON, Henry Putnam University Professor of History, Princeton University

DAVID RUDERMAN, Joseph Meyerhoff Professor of Modern Jewish History, University of Pennsylvania

Donnerstag, 30.06.2016, 18-20 Uhr, IG 311, IG-Farben-Haus, Campus Westend

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Reading the Bible: Jewish and Christian Interpretations of the First Verse of Genesis, 14.06.2016, Frankfurt am Main

Two experts on the history of the Bible discuss some of the startlingly different ways in which the opening chapter of Genesis has been understood, as well as the sometimes contradictory uses to which its verses have been put by ancients vs. moderns, Jews vs. Christians, and historians vs. literary scholars.

with

PETER STALLYBRASS, Walter H. and Leonore C. Annenberg Professor in the Humanities and Professor of English, University of Pennsylvania

DAVID RUDERMAN, Joseph Meyerhoff Professor of Modern Jewish History, University of Pennsylvania

Dienstag, 14.06.2016, 18-20 Uhr // Cas 1.801, Campus Westend, Casino-Gebäude

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THE MATERIALITY OF READING, 15.06.2016, Frankfurt am Main

with Peter Stallybrass

Peter Stallybrass ist Annenberg Professor in the Humanities und Director of the History of Material Texts an der University of Pennsylvania. Sein Vortrag betrachtet die Materialität des Lesens und erzählt die Geschichte des Index und des Lesezeichens. Während die Schriftrolle dem Leser das Hin- und Herspringen im Text erschwert, erlaubt der Kodex solch eine Bewegung und fördert Leseunterbrechungen.

Mittwoch, 15.06.2016, 12 Uhr, RAUM CAS 1.802, CASINO, CAMPUS WESTEND

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Jüdische Sprachen, Jüdische Kulturen: Neue Perspektiven in der judaistischen Forschung, 12.07. - 14.07.2016, München

Tagungsprogramm

Dienstag, 12. Juli 2016

Ort: LMU Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München, 1. Obergeschoss, Senatssaal (E 110)

Ab 17.30

Registrierung

18.00

Grußworte

Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Martin Lehnert

Erster Vorsitzender des Verbands, Prof. Dr. Giuseppe Veltri (Universität Hamburg)

Generalkonsul des Staates Israel, Dr. Dan Shaham (München)

Festvortrag: Prof. Dr. Benjamin Hary (New York University): What Characterizes A Jewish Language Variety?

19.30

Empfang

Mittwoch, 13. Juli 2016

Ort: Carl Friedrich von Siemens Stiftung, Südliches Schloßrondell 23, 80638 München

10.00-11.00

Panel I: Hebräisch (Chair: Hanna Liss)

Giuseppe Veltri (Universität Hamburg)

Unübersetzbarkeit der hebräischen Sprache? Skeptische Sprachphilosophien und der griechische Prolog zum Weisheitsbuch des Ben Sira

Viktor Golinets (Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg)

Biblisch-Hebräisch ist nicht nur tiberiensisch: Die neun Dialekte des Biblisch-Hebräischen

11.00-11.30

Kaffee-Pause

11:30-12.30

Panel II: Samaritanisches Hebräisch (Chair: Loren Stuckenbruck)

Leopold Wildenauer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Zur Sprachentwicklung bei den Samaritanern zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert: Taschkilim der Pentateuchmanuskripte

Stefan Schorch (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Erneuerung aus der Tradition: Das Samaritanische Neuhebräisch

12.30-14.00

Mittagessen

14.00-15.00

Panel III: Judaeo-Griechisch (Chair: Mirjam Thulin)

Saskia Dönitz (Freie Universität Berlin/ Goethe Universität Frankfurt)

Aristoteles, die Septuaginta und seidene Kleider - die griechische Sprache bei den byzantinischen Juden

Julia Krivoruchko (University of Cambridge)

Judaeo-Greek among the dialects and sociolects of post-Hellenistic Greek

15.00-15.30

Kaffee-Pause

15.30-16.30

Panel IV Jüdische Sprachen im islamischen Herrschaftsgebiet (Chair: Ronny Vollandt)

Ludwig Paul (Universität Hamburg)

Das Jüdischpersische: Sprache, Dialekt, Soziolekt?

Mohamed Ahmed (Freie Universität Berlin)

Judaeo-Arabic in Modern Hebrew Texts: A Lexicological Study

16.30-17.30

Panel V: Judaeo-Spanisch (Chair: Andreas Brämer)

Elisabeth Güde (LMU, München)

Judezmo in zeitgenössischen literarischen Texten aus der Türkei und Frankreich

Michael Studemund-Halévy (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg)

Judezmo, Ladino und Hakitia - drei jüdische Diasporasprachen

17.30-18.00

Pause

18.00

Chair: Nathanael Riemer

Lucia Raspe

Aschkenas anderthalb: Jiddisch in Italien, 1400-1600

20.30

Abendessen

Donnerstag, 14. Juli 2016

Ort: Carl Friedrich von Siemens Stiftung, Südliches Schloßrondell 23, 80638 München

10.00-11.00

Panel VI: Jiddisch/ Jüdisch-Deutsch (Chair: Marion-Aptroot)

Lea Schäfer, (Philipps-Universität Marburg)

Literarische Funktionen des Westjiddischen (18. - 20. Jahrhundert)

Esther Jahns (Universität Potsdam)

Sprechen Juden im heutigen Deutschland eine eigene jüdische Sprache?

11.00-11.30

Kaffee-Pause

11:30-12.30

Panel VII (Chair: Michael Brenner)

Andreas Lehnardt (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

"Es ist der Kippe erlaubt, Kaffee und Kochen auszugeben." Jüdisch-deutsche Dokumente aus Genisa-Funden

Anna Sierka (LMU, München)

"Hutrin", "Kostur", "Postilus" - die Heteroglossia in hebräischen Berichten zu den Gezerot Tah ve-Tat (1648-49)

Schlussworte (Ronny Vollandt)

12.30-14.00

Mittagessen

14.00-16.00

Mitgliederversammlung

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26. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth - Gesellschaft, 1. - 2.07.2016, Sulzbach Rosenberg

Thema: Vater und Sohn Helmont: Alchemie, Kabbala, Seelenwanderung

Ort: Großer Rathaussaal, Luitpoldplatz 25, Sulzbach Rosenberg

Vorträge

Kabbala

Yossi Hajes (Haifa):

The Kabbalistic Trees of Kabbala denudate

Dr. Patrick B. Koch (Universität Hamburg):

F. M. Helmont´s The Divine Being and its Attributes and Kabbalistic Thought

Dr. Elke Morlok (Schelklingen):

Van Helmonts zweihundert Fragen zur Seelenwanderung - Versuch einer Antwort

Prof. Dr. Gerold Necker (Universität Halle):

Seder Olam Sive Ordo Seculorum - eine kabbalistische Zeitrechnung aus dem Jahre 1693

Prof. Dr. Bernd Roling (FU Berlin):

Zwischen Runen und Kabbalisten: F. M. van Helmonts Rezeption in Schweden Medizinisches / Alchemie

Prof. Dr. Antonio Cleruzio (Universität Rom):

l�influence de Jean Baptiste et de Franciscus Mercurius van Helmont en Angleterre au XVIIème siècle

Dr. Sietske Fransen (Cambridge):

The wandering hermit about the philosopher of fire: Jan Baptista van Helmont through the eyes of his son

Andrea Grotzke, M.A. (Kiel):

Arzneimittel bei Vater und Sohn Helmont

Dr. Kathrin Pfister (Universität Heidelberg):

Joachim Polemann (1620/25-nach 1672), einem Vertreter der Alchemomedizin des Johan Baptist Helmont und Briefpartner des Hartlib-Kreises

Prof. Dr. Ernst Rohmer (Universität Regensburg):

Der Hohbergsche Arzneigarten

Dr. Sabine Schlegelmilch (Universität Würzburg):

Der Mensch als kleine Welt. Das Körperbild des Franciscus Mercurius van Helmont

Dr. Guido Giglioni (Warburg-Institut, London):

Uterine imagination, sexual appetite and the transmission of sin in Jan Baptiste van Helmont´s theory of generation

Anmeldungen zur Teilnahme möglich bei:

Johannes Hartmann, Stadtarchiv / Geschäftsführer Knorr von Rosenroth-Gesellschaft

Postfach 1254

92230 Sulzbach-Rosenberg

Besuchsadresse:

Kunst-Fischer-Gasse 17

e-mail: stadtarchiv@sulzbach-rosenberg.de

Tel. 0049 / (0)9661 / 87768-21, Fax -20

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Call for papers

Kongress "Synagoge and Museum", 21. - 23.11.2016, TU Braunschweig
Einsendeschluss: 29.07.2016

Seit der Antike und besonders seit der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 u.Z. sind Synagogen die zentralen Versammlungsorte jüdischer Gemeinschaften. Sie sind komplexe, vieldeutige Objekte von großer Aussagekraft für die religiösen, sozialen, ökonomischen und künstlerischen Entwicklungen der jüdischen Kultur und reflektieren zugleich deren Wechselwirkungen mit den umgebenden Kulturen. Seit dem Holocaust erlangten die historischen Synagogen zudem eine große Bedeutung als Kristallisationspunkte der Erinnerungskultur. Doch nicht erst seit dem Ende des Holocausts besteht ein kunst-, architektur- und allgemein kulturhistorisches Interesse an Synagogen und ihren Ausstattungen als Ausdruck der materiellen Kultur(en) des Judentums. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts setzte mit der Etablierung einer "jüdischen Volkskunde" die Dokumentation und museale Sammlung von Synagogen ein. Objekte der jüdischen religiösen und kulturellen Praxis wurden in Judaika-Sammlungen ebenso "musealisiert" wie ganze Synagogenausstattungen und manchmal sogar Teile ihrer Architektur.

Nach 1945 setzte sich die Beschäftigung mit Synagogen als kulturhistorische Exponate fort. Neben ihren Ausstattungsstücken kamen die jetzt "leeren" Bauwerke in den Fokus. Das historische Synagogengebäude wurde zum Museum erklärt, seine Substanz zum Exponat und zum Beleg unterschiedlichster Interpretationsmuster jüdischer Kultur und Geschichte. Die Rekonstruktion zerstörter Synagogen generiert eine weitere Gruppe von musealen Objekten.

Der Kongress widmet sich der ganzen Breite der Thematik sowohl mit theoretisch-historischen Reflexionen wie mit Untersuchungen von Fallbeispielen historischer und aktueller Praktiken musealer Dokumentation, Sammlung, Erforschung und Vermittlung von Synagogen und ihren Ausstattungen. Angesprochen sind daher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus den Feldern Kunst- und Architekturgeschichte, Museologie, Kulturwissenschaft, jüdische Studien und Judaistik, sowie aus Museen, Denkmalpflege und Restaurierung.

Mit diesem internationalen Call for Papers für 15minütige Vorträge und Posters für eine Posterpräsentation bietet der Kongress ausdrücklich auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie Museen, Sammlungen und Initiativen ein Forum zur Vorstellung ihrer Projekte und Institutionen. Die Mitglieder des Academic Boards entscheiden mit den Organisatoren über die Annahme für einen Vortrag bzw. eine Posterpräsentation. Eine zeitnahe Publikation wesentlicher Ergebnisse der Tagung (Papers und ggf. Posters) soll 2017 in der Schriftenreihe der Bet Tfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa erfolgen. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Ob und in welcher Höhe Reise- und Übernachtungskosten übernommen werden können, hängt von der Bewilligung entsprechender Förderanträge ab.

Der Kongress wird gemeinsam von der Bet Tfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa (Braunschweig/ Jerusalem) und dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg, in Zusammenarbeit mit dem Braunschweigischen Landesmuseum, Braunschweig, und dem Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. organisiert. Papers

Bitte senden Sie ein Abstract (max. 1500 Zeichen) für einen 15minütigen Vortrag und einen Kurz-CV (max. 500 Zeichen) in englischer Sprache bis zum 29. Juli 2016 an u.knufinke@gmx.de

Bitte senden Sie ein Poster (als PDF-Datei, max. 5MB) für die Teilnahme an der Posterpräsentation bis zum 30. September 2016 an u.knufinke@gmx.de

Kontakt

Bet Tfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa

Technische Universität Braunschweig

Pockelsstraße 4

38106 Braunschweig

Tel.: 0531 3912526

E-Mail: u.knufinke@gmx.de oder k.kessler@tu-bs.de

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Finden und Erfinden. Die Romantik und ihre Religionen (1790-1820), 17. - 20.05.2017, Halle
Einsendeschluss: 01.08.2016

Tagungsort: Franckesche Stiftungen zu Halle, Historisches Waisenhaus

Mit dieser Tagung unter dem Titel Finden und Erfinden. Die Romantik und ihre Religionen, 1790-1820 wird die Frage nach dem Verhältnis von Romantik und Religionen unter Berücksichtigung wissenschaftsgeschichtlicher Entwicklungen, der Künste und gesellschaftlich-sozialer Begegnungen im konfessionell differenten Alten Reich neu gestellt. Im Vordergrund stehen dabei nicht Rekonstruktionen romantischer Entwürfe, Projektionen und Konzeptionen von Religiosität, sondern konkret Formen, Foren und Funktionen der Auseinandersetzung und Begegnung mit den Religionen.

Dabei werden die Religionen (auch die den Romantikern "eigenen") nicht isoliert nebeneinandergestellt. Die Tagung will nicht "Romantik und Religion x" verhandeln, sondern sich insgesamt mit der Wirkmächtigkeit (agency) auseinandersetzen, die aus den vielfältigen Begegnungsformen der Religionen mit der Romantik (und vice versa) erwuchs. Religion soll demnach nicht als Wissensform, als Objekt und Gegenüber betrachtet werden, sondern als der Romantik inhärent. Gezeigt werden soll, wie Religionen sowohl durch die Romantik bestimmt, erfunden, geprägt und definiert wurden/werden, als auch wie umgekehrt die Religionen Gestalt und Gehalt dessen bestimmen und prägen, was romantisch genannt wurde/wird. Für die Tagung sind daher sowohl die romantischen und religiösen Außen- als auch Innenperspektiven von Belang. Thematisiert werden sowohl Texte bzw. Zeugnisse über Religion als auch Religiöses.

Die Themencluster der Tagung sind wie folgt strukturiert:

Das Gesuchte. Dazu zählen Wahrheit, Wahrheitsanspruch, das Göttliche oder das Exotische. Auf welcher Basis wird gesucht? Z.B. auf neuer konkurrenzieller, koexistenter Grundlage, nicht mehr zum Behufe der Abwehr von Atheismus, sondern zum Gewinn von Erkenntnisfähigkeit. Mithin also die Veränderung des Suchhorizontes in der Romantik.

Vom Finden. In diesen Kontext gehören Quellenstudien, Offenbarungsquellen, aber auch Reiseberichte, Egodokumente, religiöse Texte, deren Übersetzungen, Editionen, Kommentare etc.

Findeorte. Hierzu gehören Institutionen wie z.B. Universitäten, Archive, Bibliotheken, Seminare, Salons, Verlage usw., die sich mit differenten Traditionen auseinandersetzten, Texte übersetzten, studierten und lehrten, also als klassische Multiplikatoren wirkten, dabei jedoch gleichzeitig durch ihre Aktivitäten wieder in das Religiöse zurückwirkten.

Erfinden. Dazu gehören z.B. das neue Einschreiben von gefundenen differenten Traditionen als Religion oder auch die Erfindung der Volksfrömmigkeit. Ebenso die Entdeckung und Definition von diversen Phänomenen als Naturreligionen(en), Kunstreligionen, Religiöses als Evidenzphänomen und die Grenzen des Empirischen (z.B. Fluidaltheorie), Älteste Kulturreligionen, Wissenschaftlichkeit beanspruchende oder überbieten wollende Religionen, Epiphanien, Visionen, Somnambulismus, Messianismus, Kabbala, Charisma, Autorität und Führerschaft etc. Verbinden. Das Thema Geist und Materie ist hierbei von besonderer Bedeutung: Was wird er- bzw. gefunden als Element, das beides verbindet? Die selbstverständliche Verbindung des Unvereinbaren: Religionen und Wissenschaft (Ablösung, Wissenschaft als Religion, Religionswissenschaft, spiritualistische Philosophie). In diesen Themenkomplex gehört auch die Genese neuer Disziplinen aus der Begegnung von Romantik und Religion (das Beispiel Indologie) oder auch allgemein der Einfluss von Romantik und Religion auf die Wissenschaft (und umgekehrt), z.B. in (den heute so benannten Fächern) Physik und Chemie, Botanik, Naturphilosophie, Geographie und Geologie.

Zeitliche Ausrichtung: ca. 1790-1820 (mit Vorgeschichte/n und Ausblick)

Kosten für Reise und Unterkunft werden übernommen.

Bitte reichen Sie ihren Titelvorschlag nebst Abstract von ca. 200 Wörtern bis zum 1. August 2016 bei diana.matut@judaistik.uni-halle.de ein.

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