1-11-2016

VJD Newsletter
(1-11-2016)
 

 


Stellenausschreibung

4 Stellen wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen (65%), Universität Hamburg
Bewerbungsfrist: 15.01.2017

Im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkolleg Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit der Fakultät für Geisteswissenschaften sind zum 01.04.2017

4 Stellen wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen (65%)

gemäß § 28 Abs. 3 HmbHG mit einer Laufzeit von 3 Jahren zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe TV-L E13. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 25,35 Stunden.

Die Befristung des Vertrages erfolgt auf der Grundlage von § 2 Abs. 1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz.

Die Universität strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden im Sinne des Hamburgischen Gleichstellungsgesetzes bei gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt.

Das Graduiertenkolleg erforscht Prozesse des Austausches zwischen den Konfessionen in der Frühen Neuzeit (16. bis 18. Jahrhundert), wobei neben dem deutschen Sprachraum auch europäische und außereuropäische Kontexte in den Blick genommen werden sollen (insbesondere Italien, England, griechisch-orthodoxer Raum, Südamerika, China). Besonderes Interesse gilt im Rahmen der zu fördernden Promotionsvorhaben theologischen, politischen, literarischen und künstlerischen Phänomenen, die die Grenzen zwischen den sich formierenden Konfessionen in die eine oder andere Richtung überwölben (interkonfessionell) oder die ihnen gemeinsam sind (transkonfessionell). Erwartet wird zudem Offenheit für medienhistorische Fragestellungen, die darauf zielen, nicht nur zu analysieren, wie sich heterogene konfessionelle Konzepte in unterschiedlichen Artefakten niedergeschlagen haben, sondern exemplarisch zu erkunden, wie Literatur, Bühne, Malerei, Bildhauerei und geistliche Musik theologische Vorgaben nicht nur dokumentieren, sondern zugleich variieren und multimedial rezipierbar machen. Weitere Informationen zur Konzeption des Graduiertenkollegs sind zu finden unter:

http://www.gwiss.uni-hamburg.de/de/einrichtungen/graduiertenschule/interkonfessionalitaet.html

Aufgaben:

Wissenschaftliche Weiterqualifikation im Rahmen eines strukturierten Promotionsprogramms.

Aufgabengebiet:

Anfertigung einer Dissertation in einem der beteiligten Promotionsfächer zu einem Thema, das interkonfessionelle Konstellationen der Frühen Neuzeit ins Zentrum des Interesses rückt. Teilnahme am strukturierten Studienprogramm und den Veranstaltungen des Kollegs. Die Promotionen werden an der Universität Hamburg durchgeführt. Die Kollegiat/innen haben Präsenzpflicht in Hamburg. Bewerbungen von Personen, die beabsichtigen, ihr Promotionsprojekt in einem kürzeren Zeitraum abzuschließen, sind willkommen.

Einstellungsvoraussetzungen:

Voraussetzungen für die Bewerbung sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium in einem der beteiligten Fächer (Evangelische oder Katholische Theologie, Germanistik, Anglistik, Geschichte, Romanistik, Byzantinistik/Neogräzistik, Latinistik, Lateinamerikanistik, Judaistik, Sinologie, Historische Musikwissenschaft, Kunstgeschichte), Bereitschaft zu interdisziplinärer Arbeit sowie Teamfähigkeit.

Schwerbehinderte haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten Bewerberinnen/Bewerbern bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.

Bewerbungen (Exposé des Promotionsvorhabens [max. 6 Seiten], Curriculum vitae, Abschlusszeugnisse, zwei Referenzen) sind in Papierform und elektronisch (in einer einzigen PDF-Datei) bis zum 15.01.2017 an den Sprecher des Graduiertenkollegs zu richten:

Universität Hamburg, Fakultät für Geisteswissenschaften, DFG-Graduiertenkolleg 2008 "Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit", Univ.-Prof. Dr. Johann Anselm Steiger, Schlüterstr. 51, D 20146 Hamburg, anselm.steiger@uni-hamburg.de; die PDF-Datei bitte auch an die Koordinatorin des Graduiertenkollegs Sabine Ledosquet sabine.ledosquet@uni- hamburg.de senden.

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Ankündigungen


Serenissima and Ashkenaz. The Venetian Ghetto in European History and Culture. International Conference, 04.12. - 07.12.2016, Venice

We will explore the relationship between the Ghetto and the city of Venice and other locations of the Jewish diaspora. Rites and rabbinic institutions will be discussed as well as intellectual influences and cultural transfer.

The focus is set on the Ghetto and its main personalities from the fifteenth to the seventeenth centuries, with particular attention to the influence they exerted on Jewish culture across Europe, and, above all, on the Berlin Haskalah.

Several scholars have argued that the Italian and Berlin Haskalah not only show general similarities, but even a veritable cause-and-effect relationship may be found between them. In fact, it is safe to say that many early maskilim have followed in the footsteps of Jewish Italian intellectuals coming from the Venetian Ghetto, such as: Simone Luzzatto - Rabbi and philosopher-, Leon Modena - author of an account of Jewish customs and rituals (´Historia de´ riti hebraici´, 1637)-, and many others.

This conference is the final celebration at the end of a year of numerous activities that marked the 500 years existence of the Ghetto. A variety of research institutions join forces in a collaborative concluding commemoration. The initiators are the Associations for Jewish Studies and of Judaic Scholars in Germany together with the Abraham Geiger College and the School of Jewish Theology at the University of Potsdam, thereby representing diverse perspectives on the Jewish life. In this endeavor we are united with the Centre for Jewish Studies Berlin-Brandenburg and cherish our cooperation in this important celebration. We thank our magnificent local partners for their extraordinary contribution on this occasion, especially the Università Ca´Foscari di Venezia and the Centro Tedesco di Studi Veneziani.

Speakers

Rafael Arnold: On the Relation between Leon Modena and Abraham Geiger

Giulio Busi: The Ghetto of Venice and the Qabbalah

Bernard Cooperman: Venice and Other Ghettos: The Purpose and Impact of Spatial Segregation Policy

Cristiana Facchini: Crossing the Borders. The Story of Sara between Memory and Space

Jonathan Karp: Ghetto Economics and Jewish Emancipation

Alexander von Kienlin / Ulrich Knufinke: The Venetian Synagogues and their Architectonic Impact History

David Malkiel: Gentile Wine in Renaissance Venice

Asher Salah: An Unknown Figure of Venetian Haskalah: Marco Navarra and his ´Lettere Orientali´

Emile Schrijver: Italian influences on Ashkenazic Book Production since the Invention of Printing

Giuseppe Veltri: Why Venice?

Gadi Luzzatto Voghera: The Venetian Ghetto in the XIX and XX centuries

Registration and further information: http://serenissima.online/

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Neuerscheinungen


Papenhagen, Felix: Wem gehört der Schrank mit den heiligen Büchern?

Felix Papenhagen: »Wem gehört der Schrank mit den heiligen Büchern?«. Jüdische Religion im Kontext israelischer Popularmusik.

1. Auflage 2016

336 Seiten mit zwei Grafiken gebunden

ISBN 9783525570470

Vandenhoeck & Ruprecht

Jüdische Religion, Geschichte und Kultur (JRGK) - Band 025


Kurztext:

Das Thema Religion ist neuerdings im Mainstream israelischer Musik angekommen, obwohl es zuvor belächelt wurde. Felix Papenhagen analysiert grundsätzlich das Verhältnis von jüdischer Religiosität und israelischer Popularmusik.Er versteht die Popularmusik als Seismograph für gesellschaftliche Veränderungen und geht davon aus, dass sich die jüngere Geschichte Israels auch vorwiegend in dessen Musikkultur widerspiegelt. Um dies zu zeigen, führte und analysierte Papenhagen Interviews mit bekannten israelischen Popmusikern sowie deren Liedtexte mit dem Ziel, Erkenntnisse über ihr Verständnis von religiösen Motiven zu gewinnen. Dabei lässt er den Einfluss und die Bedeutung von Musik und Religion für die Musiker selbst in seiner Analyse nicht außer Acht und geht explizit auf die Ambivalenz von säkularem und religiösem Selbstverständnis unterschiedlicher Musikerpersonen ein, welches die Biografie jedes einzelnen mitgeprägt hat.

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