Presseerklärung                                                                                                    Das gemischte Medienecho zum Rücktritt von Professor Peter Schäfer als Direktor des Jüdischen Museums in Berlin veranlasst uns, Stellung zu beziehen. Es soll hier nicht um die Vorwürfe gehen, die Peter Schäfer gemacht wurden, sondern vor allem darum, die Person Peter Schäfer und seine Verdienste für die Judaistik in Deutschland, in Israel und in den USA – seinen akademischen Wirkungsstätten – zu würdigen. Prof. Schäfer zählt zweifelsohne zu den herausragendsten Persönlichkeiten der deutschen Universitätslandschaft. Er hat das Studium des Judentums wie kein anderer geprägt: Viele seiner ehemaligen—jüdischen wie nicht-jüdischen—Studierenden sind heute in leitenden Positionen, als Professor*Innen und Wissenschaftler*Innen auf der ganzen Welt aktiv. Seine Publikationen wurden und werden rege rezipiert, kommentiert und übersetzt. Viele seiner wegweisenden Ideen bestimmen den aktuellen akademischen Diskurs.  Peter Schäfer gehörte zu den ersten Gelehrten in Deutschland, die sehr intensiv und enthusiastisch mit ihren israelischen Kolleginnen und Kollegen gearbeitet hat. Ihm vorzuwerfen, er sei BDS-Unterstützer oder gar israelfeindlich, wird ihm in keiner Weise gerecht.                                                                                          Der Verband der Judaisten Deutschlands e.V.

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